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Chronik Niederösterreich
11/07/2019

Wiener Neustadt: Festival-Comeback mit Iron Maiden

Nova-Rock-Intendant Ewald Tatar bringt die britische Heavy-Metal-Band 2020 nach Niederösterreich.

von Patrick Wammerl

Wiener Neustadt ist als Konzertstätte geschichtsträchtiger Boden. Nach Pink Floyd 1994 und U2 1997 war das Aerodrome-Festival 2004 mit Stars wie den Red Hot Chili Peppers, Toten Hosen, Metallica oder den Black Eyed Peas mit 75.000 Besuchern pro Tag eines der größten Rock-Open-Air Österreichs.

Nach fast 15-jähriger Pause feiert die Festival-Tradition ein fulminantes Comeback. Aerodrome- und Nova-Rock-Gründer Ewald Tatar kehrt an seine alte Wirkungsstätte nach Wiener Neustadt zurück und hat die britische Heavy-Metal-Band Iron Maiden mit im Gepäck. Am 16. Juli 2020 werden die Briten mit ihrer „Legacy of the Beast Tour“ gemeinsam mit der australischen Band Airbourne und der deutschen Band Lord of the Lost im neuen Stadion aufgeigen.

Obwohl das Stadion maximal 25.000 Besucher fasst, hat sich der Standort gegen das wesentlich größere Ernst Happel-Stadion in Wien durchgesetzt. Zu verdanken ist das zum einen der Sentimentalität Tatars, der angesichts seiner Erfolge mit NÖ nur Gutes verbindet, und der Beharrlichkeit der Stadionbetreiber. Nachdem der Zwangsabsteiger und Regionalligist SC Wiener Neustadt nicht mehr als ein paar hundert Zuseher bei den Heimspielen ins Stadion bringt, ist Arena Nova-Geschäftsführer Gerald Stangl gefordert die Spielstätte anderweitig zu bespielen. „Es war immer geplant das Stadion auch für andere Events zu konzipieren und nicht nur das runde Leder hier rollen zu lassen. Darauf haben wir schon bei der Planung Rücksicht genommen“, so ÖVP-Bürgermeister Klaus Schneeberger. Da die Konzertbühne außerhalb des Spielfeldes errichtet werden kann, schafft man es auch auf 25.000 Besucher.

Tickets unter 100 Euro

Der Weg zu Ewald Tatar als absoluter Profi was große Festivals anbelangt, sei naheliegend gewesen, meint Schneeberger. Mit 8.000 Parkplätzen in der nahen Umgebung und eine Top-Verkehrsanbindung sei die Arena der perfekte Austragungsort für Veranstaltungen dieser Größe. „Ich bin gerne der Erste, aber es wäre schön, wenn andere Veranstalter auch aufspringen und hier etwas auf die Beine stellen“, meint Tatar. Er rechnet am 16. Juli mit „einer vollen Hütte“. Das letzte Solo-Konzert von Iron Maiden in Österreich liegt 14 Jahre zurück. Die „Legacy of the Beast“-Tour lief bereits durch 39 Länder und begeisterte dabei fast zwei Millionen Fans weltweit. Auch Sänger Bruce Dickinson meldet sich angesichts des Österreich-Comebacks zu Wort: „Unsere Fans sind begeistert von der Bühnenshow und den Requisiten, mit denen ich herumexperimentieren kann. Die ganze Band hat so viel Spaß und wir freuen uns schon nach Österreich zu kommen und noch mehr Fans zu treffen.“

Der exklusive Online-Vorverkauf für das Iron-Maiden-Konzert findet am 12. November um 10 Uhr über Oeticket und Raiffeisen statt, regulärer Vorverkaufsstart ist am 14. November. Stehplätze gibt es für 79 Euro, einen Sitzplatz für knapp 100 Euro. VIP-Tickets gibt es keine.

Ewald Tatar: Der Mann, dem die Stars vertrauen

Alles was im Musik- und Show-Business weltweit Rang und Namen hat, hat er nach Österreich gebracht. Stars wie Prince, die Rolling Stones, Metallica, Guns N' Roses, Green Day, Red Hot Chili Peppers, Rammstein oder Die Toten Hosen. Ewald Tatar ist Österreichs erfolgreichster Konzertveranstalter. Seine ersten Sporen verdiente sich der Burgenländer aus Forchtenstein, wie könnte es auch anders sein, auf dem Festivalgelände im benachbarten Wiesen. Dort begann er Reggae-, Jazz- und Rockkonzerte zu organisieren und im Jazz-Pub als DJ aufzulegen.

Den internationalen Durchbruch gab es 2004 mit dem Aerodrome in Wiener Neustadt, bevor er sich nach einem Zerwürfnis 2005 eine neue Wirkungsstätte suchte. Der mutige Weg in die Einschicht nach Nickelsdorf wurde belohnt. Das Nova Rock wurde zu einem der erfolgreichsten Konzertspektakel Europas mit insgesamt 220.000 Besuchern an vier Tagen. Aber auch der Auftritt der Rolling Stones in Spielberg, oder von Bryan Adams und Rod Stewart auf der Burg Clam tragen ebenso die Handschrift des Festival-Intendanten, wie das Frequency, Lovely Days oder Groove Quake.

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