Fall Kührer: Spurensuche in Litauen

Foto: KURIER /schaffer hans peter

Tatortspezialisten zerlegten jenes Auto, das der Verdächtige gefahren ist, als die 16-Jährige in NÖ spurlos verschwand.

Im Kriminalfall Julia Kührer sind die Ermittler seit dem Wochenende um einen wichtigen Schritt weiter. Tatortspezialisten des nö. Landeskriminalamtes durften endlich jenes Auto in Litauen auseinandernehmen und untersuchen, mit dem der 49-jährige Verdächtige Michael K. an den Tagen nach Kührers Verschwinden im Juni 2006 angeblich mehrmals gesehen worden war.

Das Skelett des damals seit fünf Jahren vermissten Mädchens wurde Ende Juni auf K.s Grundstück in Dietmannsdorf im Weinviertel entdeckt. Ermittler nahmen sofort den 49-Jährigen ins Visier. Er kannte Julia Kührer und gilt nach derzeitigem Ermittlungsstand als der einzig Verdächtige. Deshalb war es den Ermittlern auch so wichtig, beide Fahrzeuge, die Michael K. im Jahr 2006 fuhr, zu finden und zu untersuchen. Ein Auto wurde bereits vor Wochen in Wien sichergestellt. Das zweite befand sich in Litauen. Die dortigen Behörden gaben jetzt erst grünes Licht für die Untersuchung. Die Tatortspezialisten stellten jede Menge Haare, eingetrocknete Substanzen in Stoffresten beziehungsweise Fasern sicher. Im Labor werden die Spuren nun mit Julia Kührers DNA abgeglichen. Ein Treffer wäre ein Beweis dafür, dass die 16-Jährige im Auto des 49-Jährigen transportiert wurde.

(kurier) Erstellt am
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