Erste Events zur Landesausstellung: Region fiebert Großereignis entgegen

Festsaal Klinikum Mauer
Sternmarsch und Neujahrstreffen der Stadt Amstetten am Ausstellungsort Mauer am morgigen Sonntag. Weiters ruft ein Gedenktag die Erinnerung an die Opfer der NS-Euthanasie wach.

Nach dem Jahreswechsel ticken in der Landesausstellungsregion Amstetten und an der Moststraße die Uhren noch schneller. Der Start des Großereignisses Ende März rückt näher. In der Großgemeinde Amstetten steigt am Sonntag ein besonderes Neujahrstreffen im Landesklinikum Mauer. Im Rahmen eines Sternmarsches will man sich in Amstetten auf den Event einstimmen.

Die nö. Landesausstellung "Wenn die Welt Kopf steht“ über die seelische Gesundheit des Menschen trifft den Nerv der Zeit. Sie wird am 28. März 2026 in der historischen Nervenklinik und dem jetzigen Landesklinikum Mauer eröffnet. Zum Jahresbeginn nannte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner die Schau im Mostviertel als eines der heurigen drei großen Kulturereignisse in Niederösterreich.

Regionalstart

In Amstetten rückt das Großereignis jetzt am Sonntag ins Blickfeld. "Nach früheren Neujahrstreffen in verschiedenen Ortsteilen haben wir uns entschlossen, heuer das Treffen am Ausstellungsort zu organisieren“, sagt Bürgermeister Christian Haberhauer. 2026 sei ein besonderes Jahr für Amstetten. Ganz Niederösterreich blicke im Zuge der Landesschau auf die Stadtgemeinde und das Landesklinikum Mauer, so der Stadtchef stolz.

Parteivertreter Amstetten

Stadtchef Haberhauer (M.) mit Vertretern aller politscher Parteien stehen hinter dem Neujahrstreffen im Klinikum Mauer.

Zum Auftakt des Ereignisses organisiert die Stadtgemeinde morgen um 16 Uhr im historischen Jugendstil-Festsaal des Landesklinikum das Neujahrstreffen. Geselligkeit und gemütliches Beisammensein sowie natürlich Informationen zur anstehenden Landesausstellung mit ihren verschiedenen Zusatzprogrammen werden dabei im Mittelpunkt stehen.

Treffpunkte

Im Vorfeld des Neujahrstreffens wird erstmals eine kleine Sternwanderung organisiert. Treffpunkte für die Wanderung sind um 14 Uhr der "Kochturm“ am Rande der Forstheide in Greinsfurth (Parkmöglichkeiten bei der Stadtpflege) oder um 14.30 Uhr beim Schloss Ulmerfeld. Von dort wird gemütlich nach Mauer spaziert.

Das über 1.000 Jahre alte Schloss Ulmerfeld wird, wie berichtet, im Rahmen der Landesschau Schauplatz einer Sonderausstellung sein. Dort wird Wissens- und Sehenswertes zum Naturjuwel Forstheide und zum Naturpark Ybbstal gezeigt.

Gedenken an NS-Opfer

Auch das mörderische Wirken in der NS-Herrschaft in der einstigen Nervenklinik Mauer wird im Zuge der Landesausstellung in einem eigenen Pavillon aufgearbeitet. Als Einstieg in diese Thematik gibt es am 18. Jänner im Klinikum einen Gedenktag für die 2.000 Opfer der Nazi-Euthanasie in Mauer.

Schon seit etlichen Monaten läuft in der gesamten Region die Vortragsserie „Impulse für Kopf und Herz“. Zu deren Abschluss wird am 18. Februar übrigens der Kriminalpsychologe Thomas Müller in Wallsee referieren und diskutieren.

Symposien

Mit dem Ausstellungsthema "Seelische Gesundheit“ wird sich in Mauer auch eine spezielle zusätzliche Schiene im Rahmen der Landesschau beschäftigen. Das Klinikum und die Landesgesundheitsagentur streichen dabei auch die wichtige Rolle des Bildungszentrums Mauer  hervor. 

"Wir haben unser jährliches Fortbildungsprogramm mit zusätzlichen Veranstaltungen  verstärkt“, sagt der ärztliche Leiter, Christian Korbel.  Eine siebenteilige Vortrags- und Symposionreihe, die vorwiegend an medizinisches Fachpersonal gerichtet ist, wird ab Anfang April im Festsaal des Klinikums veranstaltet.

Dabei stehen aktuelle Brennpunkte in der psychischen Gesundheitsversorgung, wie Suchterkrankungen, Suizidprävention, Gewalt unter Kindern, aber auch die Auswirkungen des Klimawandels auf  die Psyche  im Brennpunkt. Anerkannte Spitzenmediziner und Universitätsprofessoren werden in Mauer referieren und neue Wege der Diagnose und Vorsorge präsentieren.

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Christian Korbel, ärztlicher Leiter in Mauer und LGA-Vorständin Elisabeth Bräutigam.

Themen, wie "Mental Health im Alter“ oder "Psychische Belastung im Spitzensport“, aber auch ein Symposiontag im Oktober rund um den Welttag der seelischen Gesundheit stellen besondere Programmpunkte dar.

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