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Tiere auf tödlicher Trinkwassersuche: Warnung für zivile Retter

Der Ennskanal mit seinen glatten, steilen Uferböschungen wird für Tiere bei der Wassersuche zur bedrohlichen Falle.
Geretteter Rehbock bei Ersnthofen

Zur momentanen Notlage rund um ausgetrocknete Bäche und Teiche gehören auch Wildtiere, die auf dem Weg zu ungewöhnlichen Tränken in lebensbedrohliche Situationen kommen. Nach dramatischen Tierrettungen im Ennskanal warnt die Feuerwehr Zivilpersonen vor selbstständigen Rettungseinsätzen, die extrem gefährlich sein können.

Passanten hatten die Feuerwehr Ernsthofen (Bezirk Amstetten) über ein offensichtlich völlig entkräftetes Reh im Stauseebereich Rubring alarmiert. Das Tier hatte versucht, die Enns zu durchqueren und dabei die Kräfte verloren. 

Feuerwehr rückte mit Boot an

Mithilfe eines Schlauchbootes konnte das Reh rasch lokalisiert und sicher an das Ufer gebracht werden. Im Zuge des Einsatzes wurden weitere Wildtiere im Wasser festgestellt.

Ein Reh befand sich bereits im Ennskanal, ein Rehbock auf dem eingezäunten Damm entlang des Kanals. Zur Unterstützung ließen die Ernsthofner Einsatzkräfte auch die Freiwillige Feuerwehr Stadt St. Valentin nachalarmieren, die sich um die Rettung des Tieres im Ennskanal kümmerte.

Entkräftetes Reh im Ennskanal

St. Valentiner Feuerwehrleute retteten entkräftetes Reh im Ennskanal.

Aufgrund des teilweise schlechten Zustandes der Tiere verständigten Einsatzkräfte auch die zuständigen Jagdorgane.

Rehbock gerettet

Feuerwehr versorgt erschöpften Rehbock.

Am Ennskanal wurde zuletzt häufig Wild auf Trinkwassersuche wahrgenommen. Doch vor allem Jungtiere schaffen es oft nicht mehr über die steilen und glatten Uferböschungen zurück auf die umliegenden Felder und geraten dann in Panik und Lebensgefahr. 

Eindringliche Warnung der Feuerwehr

Die FF St. Valentin warnt deshalb Tierfreunde eindringlich, ins Wasser zu springen, um die Rehe zu retten. „Es herrscht Lebensgefahr“, sind die Feuerwehrleute überzeugt. Unter der ruhigen Wasseroberfläche befinden sich starke Strömungen, und die steilen Kanalmauern seien so glatt, dass man alleine nicht mehr auf den Uferdamm kommen könne, so die Feuerwehr in einem Internet-Posting: „Im schlimmsten Fall droht hier Ertrinkungsgefahr.“ 

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