Wild auf Wassersuche: Vorsicht beim Autofahren
Hirsch an einer Tränke.
Viele Landes- und Bundesstraßen liegen entlang von Bächen oder Flüssen. Wegen Hitze und Trockenheit sind Wildtiere derzeit vermehrt auf der Suche nach Wasserquellen. Das führt gemeinsam mit der aktuell stattfindenden Rehbrunft dazu, dass sie auch tagsüber öfter Straßen queren. Daher bittet der NÖ Landesjagdverband alle Fahrzeuglenker um vermehrte Vorsicht.
„Wir erhalten aktuell viele Meldungen von Jägerinnen und Jägern, dass vermehrt verunfalltes Fallwild auf und entlang von Straßen gefunden wird. Wildunfälle bergen dabei ein Risiko für die Insassen, sind aber auch mit Sachschäden und enormem Tierleid verbunden. Daher appellieren wir an die Autofahrer, vorsichtig und aufmerksam zu fahren sowie das Tempo anzupassen“, sagt Landesjägermeister Christoph Metzker.
Das Wild ist durstig
Nachdem auch die Vegetation sehr trocken ist und die Wildtiere wenig Wasser aus der Nahrung ziehen können, haben sie einen noch höheren Wasserbedarf als üblich. Beim Schalenwild (dazu zählen Rot-, Dam-, Reh-, Elch-, Muffel-, Gems-, Stein- und Schwarzwild, Anm.) ist der Wasserbedarf besonders hoch, er steigt parallel zum Körpergewicht. Rehe brauchen bis zu 6 Liter täglich, Hirsche und Wildschweine bis zu 12 Liter. Niederwild (zu dem auch Rehe zählen) benötigt deutlich weniger und nimmt den Großteil über die Nahrung auf. Am meisten von Wildunfällen betroffen ist daher das Schalenwild.
Um Abhilfe zu schaffen, befüllen die Jägerinnen und Jäger aktuell Tränken und Wasserstellen öfter als üblich.
Wildschweine benötigen bis zu 12 Liter Wasser Pro Tag.
Was tun bei Wildunfällen?
Im Falle eines drohenden Zusammenstoßes mit einem Wildtier bitte stark bremsen und das Lenkrad gut festhalten. Ausweichmanöver bergen ein hohes Risiko für die Insassen und andere Verkehrsteilnehmer. Sollte es zu Wildunfällen kommen, muss das Fahrzeug abgestellt und die Unfallstelle abgesichert werden. Nach der Versorgung von verletzten Personen müssen Polizei und im Bedarfsfall die Rettung verständigt werden. Grundsätzlich muss jeder Unfall – also auch wenn das Tier flüchtet – der Polizei gemeldet werden. Die Exekutive nimmt den Unfall auf und informiert die Jägerschaft, die die Bergung übernimmt. Verendete Tiere dürfen keinesfalls mitgenommen werden.
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