© APA/DPA/Frank Rumpenhorst

Chronik Niederösterreich
02/26/2021

Ein Glas „Vonig“ für die Bienen

Andreas Lechner, Chef von Bio Bär, ist überzeugt, dass kein Honig (fast) immer der bessere ist.

von Marlene Penz

Eigentlich ist das Badener Unternehmen „Bio Bär“ für seine biologischen Wasch- und Reinigungsmittel bekannt, die ohne Konservierungsstoffe und Zusätze auskommen und zur Gänze in NÖ produziert werden.

Bio Bär vertreibt aber auch Reis und Quinoa aus Österreich – „was man nicht unbedingt erwartet“, wie Geschäftsführer Andreas Lechner betont. Und im Onlineshop findet man seit Dezember auch „Vonig“. Das ist veganer Honigersatz, also „Honig“, der nicht von Bienen kommt. Obwohl Lechner selbst stolzer Bienenbesitzer ist, würde er ihnen niemals Honig wegnehmen, denn das ist „Massentierhaltung und Ausbeutung“, wie der 53-Jährige betont.

 

„Vonig“ besteht aus Zucker und Kräuterauszügen. „Wir erhitzen Bio-Zucker mit Wasser, geben Zitronensäure dazu, dann invertiert der Zucker, anschließend kommt noch ein Auszug aus Pflanzen, wie etwa Löwenzahn, Ringelblume, Brennnessel oder Gänseblümchen dazu“, so Lechner. Das Endprodukt ist ein flüssiger Brotaufstrich. Im Prinzip kenne man Invertzucker schon seit dem 19. Jahrhunderts, als Honig noch keine Massenware war. Allerdings sei die Schwierigkeit, den Honigersatz konstant in größeren Mengen in Bioqualität zu produzieren.

Bienenburg

Mit dem Erlös aus dem „Vonig“-Verkauf möchte Bio Bär in naturnahe Bienenhaltung investieren. „Wir haben das Projekt Bienenburg gestartet. Da stellen wir Holzwohnungen für Bienen auf naturbelassene, wilde Wiesen. Einfach nur, damit es wieder mehr werden“, so Lechner. Honig wird für wirtschaftliche Zwecke keiner entnommen, die Tiere sollen es so gut wie möglich haben. Das Argument, dass Honig wie eine Arznei sei, lässt er nicht gelten. „Wenn man ihn über 40 Grad erhitzt, verliert er seine positiv behafteten Inhaltsstoffe komplett“, geeignet als Medizin sei generell nur Naturhonig – und so sparsam sollte man das rare Gut auch einsetzen.

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