Chronik | Niederösterreich
06.04.2018

Amstetten: Ein Abgang, drei Neubesetzungen

Der langjährige SPÖ-Stadtrat Anton Katzengruber wird Ulrike Königsberger-Ludwig als Vizebürgermeisterin ablösen.

Mit ihrem Umstieg in die NÖ Landesregierung löste die SPÖ-Politikerin Ulrike Königsberger-Ludwig nicht nur Rochaden in der SPÖ-Nationalratsriege, sondern auch in ihrer Amstettener Heimatpartei aus. Königsberger-Ludwig, die in NÖ künftig als Landesrätin für Soziales, Gesundheit und Jugendwohlfahrt zuständig ist, legte alle Gemeindefunktionen zurück. Die Bürgermeisterpartei SPÖ wird so in der nächsten Gemeinderatssitzung drei freie Positionen, nämlich jene des Vizebürgermeisters, des Kulturstadtrates und einen Gemeinderatssitz , neu besetzen müssen.

Im Beisein von Bürgermeisterin Ursula Puchebner, Landesrätin Königsberger-Ludwig und den Fraktionsmitgliedern wurden am Dienstag im Stadtparteivorstand teils überraschende Entscheidungen gefällt: Als neuer dritter Vizebürgermeister wird mit Personalstadtrat und SPÖ-Fraktionsobmann Anton Katzengruber, 67, der längstgediente rote Mandatar nachrücken. Bildungsgemeinderätin Elisabeth Asanger, 42, wird Kulturstadträtin. Für das freie GR-Mandat ist die Mondi-Betriebsrätin Birgit Hornes vorgesehen.

Für die Wahl von Katzengruber, dessen Bruder Herbert viele Jahre Bürgermeister war, benötigt die SPÖ eine Mehrheit und somit Rückhalt vom grünen Koalitionspartner.

„Der Abgang von Ulli Königsberger-Ludwig ist schmerzlich. Positiv ist, dass wir viele Persönlichkeiten für die Nachbesetzung haben“, meinte Parteiobmann Gerhard Riegler, der selbst als neuer Stadtvize gehandelt worden war.