Drei Bankräuber sind noch frei

Der Skrupellose: Mit Schusswaffe in Kottingbrunn.
Foto: Polizei

22 Banküberfälle gab es seit 2010 in NÖ. Bis auf drei konnte die Polizei alle Täter überführen. Und die Ermittlungen laufen.

Zwei maskierte und bewaffnete Räuber stürmten am 29. Juli in eine Bank in Baden, schlugen Angestellte und Kunden nieder und lieferten sich mit der Polizei eine wilde Verfolgungsjagd. Dem iranischen Asylwerber Babak T. (28) und dem Georgier Erik A. (29) geht es aber genau so, wie fast allen Bankräubern in Niederösterreich. Sie sitzen bereits hinter Gittern.

Nirgends in Österreich haben es Bankräuber schwieriger als im blau-gelben Bundesland. Die Aufklärungsquote liegt bei knapp 90 Prozent. Von 22 Delikten seit dem Jahr 2010 gelten nur drei als ungeklärt. Darunter ist ein äußerst skrupelloser Überfall auf die Raika Kottingbrunn (Bezirk Baden) am 24. November 2010. Ein maskierter Mann forderte in bodenständigem Dialekt "Göd". Da die Angestellte seine Pistole für ein Spielzeug hielt, zögerte sie bei der Herausgabe der Scheine. Der Täter zielte darauf hin auf den Boden und drückte ab. Die Waffe war echt.

Ungeklärt

Ebenso ungeklärt ist der Coup auf die Raika Kritzendorf, Bezirk Klosterneuburg, vom 25. Februar 2011. Der zwischen 20 und 30 Jahre alte Täter sprach kein Wort, bedrohte die Kassierin mit vorgehaltener Waffe und verschwand mit einer Tasche voller Geldscheine. Auffallend war, dass der Mann ein verletztes, blaues linke Auge hatte.

Der jüngste noch ungeklärte Raub ereignete sich am 15. Juli in Götzendorf im Bezirk Bruck/Leitha. Der lediglich mit einem weißen Schlapphut und einer Sonnenbrille maskierte Täter verschwand nach dem Coup mit einem Fahrrad.

"In allen drei Fällen laufen die Ermittlungen immer noch auf Hochtouren. Wir sind zuversichtlich, dass wir auch hier bald Erfolg haben", erklärt Michael Dorner von der Raubgruppe des Landeskriminalamtes. Hinweise an: 059133/30/3333.

(kurier) Erstellt am
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