Chronik | Niederösterreich
29.06.2018

Die Geburt eines neuen Stadtteils

Masterplan für das "Quartier A" liegt vor. Aus ehemaligen Bahnhofsareal wird Stadtteil für Arbeit, Kommunikation und Wohnen.

Vor einem Jahrhundert waren es Züge und Tausende Bahnarbeiter, die im damals jungen Verkehrsknoten Amstetten für Aufschwung sorgten und die Kleinstadt zum Mostviertelzentrum machten. Unter dem Namen „Quartier A“ ist dasselbe Bahnhofsviertel nun wieder eines der größten Zukunftsprojekte der Region.

Auf dem fast zehn Hektar großen, nun freigewordenen ÖBB-Grund direkt um den Bahnhof, sollen junge dynamische Firmen, Forschungseinrichtungen, Konferenzeinrichtungen, aber auch altersgerechte Wohngebäude und ein Medizincenter errichtet werden. Die seit Jahren laufenden Planungen für den neuen zukunftsorientierten Stadtteil haben mit der öffentlichen Vorstellung eines Masterplanes nun die nächste Ebene am Weg zur Realisierung erreicht. „Bis zum September 2019 hat die Stadt Amstetten nun Zeit die Flächenwidmung des Areal durchzuführen“, kündigt ÖBB-Projektleiter Günther Sterlike an.

In einer für die Bevölkerung, Experten und Politiker organisierten Planungswerkstatt in der alten riesigen Lok-Remise wurde Zukunftsträchtiges präsentiert und diskutiert.

Future Hub

Die Remise, in der früher zwei Dutzend Lokomotiven gleichzeitig gewartet wurden, konnte im letzten Moment vor dem Abriss bewahrt werden. Sie hat sich in den vergangenen zwei Jahren zum Party-Center gemausert. Auch im „Quartier A“ wird der einstige Lok-Stadel, in dem gehämmert und geschweißt wurde, ein Herzstück sein. Über das bogenförmige Gebäude werde ein moderner Zweckbau gestülpt. Das imposante Dachgebälk, die riesige Drehscheibe für die Loks und markante Gebäudeteile wolle man erhalten, kündigt Sterlike an.

Entstehen solle ein überregionaler Kommunikationspunkt für die Wirtschaft. Seminare, Workshops und Meetings der Jungunternehmer, die im „Future Hub“ ihre Start-ups und Working Spaces betreiben, sollen hier stattfinden. Als Partner wurde mit der Tabakfabrik Linz das österreichweite „ Start up“-Vorzeigeprojekt ins Boot geholt. Sterlike rechnet, dass die Bauarbeiten an der Remise im Frühjahr 2020 starten können. 2021 sollte das „Future Hub“ in Betrieb sein.