© Thomas Lenger

Chronik Niederösterreich
02/16/2020

Der nächste Crash in Ebreichsdorf: ein Schwerverletzter

In der Nacht auf Sonntag verunfallte ein Mann in Niederösterreich mit einem Dodge-Pickup.

Nach dem schweren Porsche-Unfall am Montag, bei dem eine Fahrzeuglenkerin in ihrem Porsche eingeklemmt und schwer verletzt wurde, kam es in Ebreichsdorf in der Nacht auf Sonntag zum nächsten schweren Unfall mit einem nicht alltäglichen Fahrzeug.

Gegen 23.30 Uhr kam ein 58-jähriger Mann mit seinem über 400 PS starken Dodge-Pickup aus bisher ungeklärter Ursache auf der L163 zwischen Deutsch Brodersdorf und Unterwaltersdorf von der Fahrbahn ab.

Der 2,6 Tonnen schwere Wagen prallte erst gegen einen am Straßenrand abgestellten Geländewagen. Diesem wurde eine Achse ausgerissen und er wurde gegen ein weiteres abgestelltes Fahrzeug geschleudert.

Der Dodge dürfte sich vier Mal überschlagen haben, ehe der Wagen in einem Feld zum Stillstand kam. Dabei wurde der Lenker aus dem Fahrzeug geschleudert.

Rettungssanitäter leistete Erste Hilfe

Der zufällig vorbeikommende Rettungssanitäter Dominik Blechinger vom Arbeiter Samariterbund Ebreichsdorf  (ASB) war einer der ersten an der Unfallstelle: „Der Mann lag neben dem Unfallwagen am Bauch mit dem Gesicht zur Erde und war ohne Bewusstsein“, schildert der erfahrene Sanitäter die Lage. Während er den Schwerverletzten versorgte, wählte ein weiterer Ersthelfer den Notruf. „Ich habe dann das Telefon genommen und der Leitstelle mitgeteilt, dass wir dringend einen Rettungswagen sowie einen Notarzt benötigen“, so Blechinger.

Gemeinsam mit der Mannschaft des Rettungswagens des ASB Ebreichsdorf und dem alarmierten Notarzt aus Baden, versorgte der Sanitäter den schwer verletzten Mann. Er musste noch vor Ort intubiert und beatmet werden, ehe er ins UKH Meidling gebracht wurde. Dort mussten in der Nacht die Ärzte bereits zum zweiten Mal diese Woche um das Leben eines Unfallopfers aus Ebreichsdorf kämpfen.

Lenker war nicht angeschnallt

Der 58-jährige Lenker dürfte nicht angeschnallt gewesen sein. Die Polizei stellte fest, dass die Gürtelschnalle mit einem Teil versehen war, damit das Anschnallsignal nicht zu hören ist, wenn man nicht angeschnallt ist.

Der Mann dürfte schwere Verletzungen im Bereich der Rippen sowie ein schweres Schädl-Hirn-Trauma erlitten haben. Der 2,6 Tonnen schwere Unfallwagen musste von der Feuerwehr Unterwaltersdorf mit Unterstützung der Feuerwehr Ebreichsdorf geborgen werden.