© Stefan Hollendohner

Chronik Niederösterreich
02/26/2021

Das (ent)spannende Geschäft mit Hanf

Stefan Hollendohner und Philipp Kremnitzer eröffneten in Neunkirchen einen CBD-Shop und verkaufen alles zum Thema Hanf.

von Caroline Ferstl

Samen, Stecklinge, Beleuchtungs- und Bewässerungsanlagen, Plastiktöpfe und Düngemittel – auf den ersten Blick ähnelt die Produktpalette in „Indras Planet“ am Hauptplatz in Neunkirchen jener eines herkömmlichen Blumenladens. Doch bei Stefan Hollendohner und Philipp Kremnitzer dreht sich alles um eine Pflanze: Hanf.

Das merkt man spätestens dann, wenn man die Wasserpfeifen, Shishas und Räucherstäbchen zwischen dem Pflanzenzubehör entdeckt.

Hollendohner ist gelernter Kfz-Techniker, sein 29-jähriger Bruder Installateur. 2018 eröffneten sie den ersten CBD-Shop in Neunkirchen, im Jänner wechselten sie Zulieferer, Standort und Geschäftslokal. In ihrem sogenannten „Head- und Grow-Shop“ findet man jegliches Zubehör zum Rauchen und Anbau von Hanf.

„Alles legal“, versichern die Brüder im Interview. Die Produkte sind frei vom berauschenden Wirkstoff THC, sie erhalten nur das nicht psychoaktiv wirkende CBD. CBD ist in Österreich legal und frei erhältlich. Dem Wirkstoff wird eine schmerzstillende, krampflösende, entspannende Wirkung nachgesagt. Er findet sich auch in diversen Kosmetikprodukten und Nahrungsergänzungsmittel wieder, die ebenfalls im Geschäft der beiden Brüder erhältlich sind.

Wundermittel Hanf

„Die gesundheitliche Wirkung von CBD wird immer noch unterschätzt“, erklärt Hollendohner im Interview. Es kämen immer noch zahlreiche Leute ins Geschäft, die den Unterschied zwischen THC und CBD nicht kennen, so der 35-jährige Unternehmer. Und weiter: „Andere, die CBD-haltige Produkte schon einmal ausprobiert haben, schwören auf deren Wirkung.“

Besonders beliebt ist CBD-Öl. Hollendohner verwendet dieses auch bei seinem Sohn gegen Neurodermitis. Aber auch Badesalze und aktuell vor allem Seifen erfreuen sich großer Beleibtheit.

Selbst freuten sich die Brüder aus Gloggnitz aber besonders über die Entscheidung des EU-Gerichtshofs im November des Vorjahres, CBD nicht als Suchtmittel anzusehen: „Das hätte uns und anderen CBD-Shop-Betreibern die Existenzgrundlage genommen“, macht Hollendohner aufmerksam.

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