Chronik | Niederösterreich
09.01.2013

Bursch fügte Polizisten Verletzungen zu

18-Jähriger ging auf Exekutivbeamte los. Familienstreit endete in einem Eklat.

Die Polizisten waren darauf eingestellt einen Familienstreit zu schlichten. Doch als sie Dienstagabend in einer Wohnung in Amstetten für Ruhe sorgen wollten, wurden sie vom jenem 18-Jährigen, der sie zu Hilfe rief, heftig attackiert. Ein Polizist musste verletzt ins Spital.

Gemeinsam mit seiner Mutter hatte der Bursch aus Ulmerfeld Bekannte in Amstetten besucht. Dabei dürfte reichlich Alkohol geflossen sein. Der Frust über die Arbeitslosigkeit und die finanzielle Abhängigkeit, gepusht von 1,84 Promillen, gipfelte in einem Streit, der im Eklat endete. Per Telefon rief der 18-Jährige selbst die Polizei. Er wollte sich über seine schwierigen Lebensumstände beschweren.

Als die Beamten dann da waren, rastete der Hilfesuchende völlig aus. „Plötzlich attackierte er die Einsatzkräfte ohne Vorwarnung. Ein Beamter wurde verletzt“, berichtete Chefinspektor Johann Frenzl vom Bezirkspolizeikommando Amstetten. Der Vollrausch und die Kritik der Mutter, dass der Bursch die Exekutive angerufen hatte, dürften den Amoklauf ausgelöst haben.

Die beiden Streifenbeamten fanden sich plötzlich in einer wilden Keilerei wieder. Sie riefen zwar Verstärkung, konnten aber den Tobenden selbst bändigen und vorübergehend festnehmen.

Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wurde der Ulmerfelder auf freiem Fuß angezeigt. Der Widerstand gegen die Staatsgewalt samt der Körperverletzung an dem Polizisten wird ein gerichtliches Nachspiel haben, was nicht zur Verbesserung der Lebensumstände des unzufriedenen Burschen betragen wird.

Der Beamte musste mit Platzwunden und Prellungen im Krankenhaus Amstetten stationär aufgenommen werden.