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Nach Reihenhaus-Brand in Thaya: Betroffene kritisiert Spendenverteilung

Barbara Schmitner verlor im April ihr gesamtes Hab und Gut. Auch Nachbarn waren vom Brand betroffen. Die Spenden werden nun pro Kopf aufgeteilt.
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In der Nacht auf den 28. April 2026 brach unter Barbara Schmitners Vordach in Thaya (Bezirk Waidhofen/Thaya) ein Feuer aus. Die Flammen griffen auf das Reihenhaus, in dem sie mit ihrem achtjährigen Sohn Alois lebte, über und zerstörten es vollständig – ihre sechs Katzen verendeten. Auch das angrenzende Nachbarhaus blieb nicht verschont: Der Dachstuhl wurde dabei vernichtet – die Feuerwehr konnte schlimmeres verhindern. Personen wurden bei dem Brand nicht verletzt. Doch insgesamt drei Familien waren betroffen.

Schmitner und ihr Kind retteten sich zunächst in den Garten, von wo aus sie von den Einsatzkräften in Sicherheit gebracht wurden. „Wir haben vom Krankenwagen aus zugesehen, wie unsere Existenz in Flammen aufgeht. Uns blieb, was wir anhatten, mein Telefon und der Autoschlüssel“, erzählt die 46-Jährige drei Monate später dem KURIER. Brandermittler fanden bald die Ursache: Ein defektes Batterieladegerät für das Motorrad von Barbara Schmitner.

Spenden gesammelt

Innerhalb weniger Stunden wurden Sachspenden in der Region aufgestellt. „Alois hat jetzt mehr Spielsachen als vorher“, sagt Schmitner und zeigt sich dankbar für all die Hilfe. Auch die Gemeinde wurde tätig und sammelte Kleidung für den Achtjährigen. Zudem richtete sie etwa eine Woche nach dem Brand ein Spendenkonto für die Betroffenen des Brandes ein – für „rasche und unbürokratische Hilfe“, hieß es. 

Nun wurde in der Gemeinderatssitzung beschlossen, das Geld pro Kopf auf die gemeldeten Bewohner der betroffenen Häuser – drei aneinandergrenzende Objekte, wobei das äußere von den Flammen verschont blieb – aufzuteilen. Insgesamt waren das 10 Personen. Schmitner und ihr Kind erhalten damit den geringsten Anteil.

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Bei dem Brand kam auch Alois’ (8) Lieblingstier um. 

Faire Aufteilung

Heute steht von den drei Reihenhäusern der WAV-Genossenschaft keines mehr. Alle drei wurden abgerissen, wobei laut Schmitners Aussage das von den Flammen Unversehrte wieder bewohnt werden hätte können. Auch hätte die fünfköpfige Familie im zweiten Haus, wo der Dachstuhl brannte, Sachen mitnehmen können. Sie selbst hätte da keine Chance gehabt – auch die Urnen ihres Mannes und der Tochter wären verloren gewesen.

Nun ist bekannt, wie die Gemeinde die gesammelten Spenden – laut Bürgermeister Eduard Köck (ÖVP) rund 9.500 Euro – aufteilt. Das sorgt für Unverständnis bei Schmitner und ihrem Partner, der in einem Facebook-Posting auf die Verteilung der Spenden hinweist und sich gleichzeitig bei den Spenderinnen und Spendern bedankt. Seine Freundin und ihr Sohn würden am Ende, obwohl sie den größten Schaden hätten, am wenigsten erhalten, zumindest eine Aufteilung je Haushalt wäre gerechter. „Viele Bekannte meinten, sie hätten uns das Geld lieber direkt gegeben, wenn sie das gewusst hätten“, so Schmitner.

Bei der Gemeinde betont man hingegen, dass man sich nach Rücksprache mit der zuständigen Bezirkshauptmannschaft einstimmig für die Aufteilung pro Kopf entschieden hätte, um die Spendengelder nach fairen und nachvollziehbaren Kriterien zu verteilen. „Schließlich haben alle Personen ihr Zuhause verloren“, sagt der Bürgermeister zum KURIER.

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