Kampf gegen Trockenheit: Neue Wasserleitung für das Waldviertel
Neue Leitung für das Waldviertel.
Die Folgen der anhaltenden Trockenperioden machen sich auch im Waldviertel zunehmend bei der Trinkwasserversorgung bemerkbar. Um Gemeinden langfristig abzusichern, wird das überregionale Leitungsnetz der EVN Wasser weiter ausgebaut. Ein weiterer Schritt erfolgt nun in der Stadtgemeinde Zwettl: Die Katastralgemeinde Gschwendt wird künftig über die Waldviertelleitung mit Trinkwasser versorgt.
Die rund 60 Kilometer lange Leitung verbindet das Brunnenfeld Grunddorf/Donaudorf bei Krems mit Zwettl und wurde im September 2025 eröffnet. Mit Investitionen von rund 50 Millionen Euro zählt sie zu den größten Infrastrukturprojekten der EVN Wasser. Langfristig soll sie die Wasserversorgung von bis zu 120.000 Menschen in den Bezirken Zwettl, Gmünd und Waidhofen an der Thaya absichern.
EVN-Wasser-Geschäftsführer Raimund Paschinger verweist auf die zunehmenden Auswirkungen des Klimawandels: Immer häufiger würden lokale Wasserressourcen an ihre Grenzen stoßen. Die Waldviertelleitung solle Gemeinden dort unterstützen, wo die eigene Versorgung nicht mehr ausreiche.
Auch Zwettls Bürgermeister Franz Mold sieht in der Anbindung einen wichtigen Schritt. Eine sichere Trinkwasserversorgung sei eine zentrale Aufgabe der Gemeinden, gerade angesichts längerer Hitze- und Trockenperioden.
3.000 Kilometer langes Leitungsnetz
Der Ausbau der Leitung wird bereits fortgesetzt. Derzeit wird die Verbindung von Zwettl in Richtung Marbach am Walde verlängert. Zudem laufen Gespräche über eine mögliche Anbindung von Groß Gerungs sowie der Gemeinden Arbesbach und Langschlag. Voraussetzung dafür ist unter anderem die Erhebung des künftigen Wasserbedarfs in der Region.
Insgesamt betreibt die EVN Wasser 100 Brunnen, außerdem verfügt das Unternehmen über 112 Hochbehälter mit einem Speichervolumen von insgesamt 217.000 Kubikmeter – das entspricht 217 Millionen Liter. Von diesen Hochbehältern gelangt das Wasser bei Bedarf durch ein 3.340 Kilometer langes Leitungsnetz zu den Haushalten. Jährlich fließen insgesamt rund 32 Millionen Kubikmeter Wasser durch dieses Netz.
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