Chronik | Niederösterreich
31.12.2017

Brand in Rabenstein: Brandstiftung vermutet

Verletzt wurde bei dem Feuer in einem leerstehenden Wohnhaus niemand.

Der Brand eines Wohnhauses in Rabenstein an der Pielach (Bezirk St. Pölten-Land) am Samstagabend beschäftigt nun das Landeskriminalamt NÖ (LKA). Es werde in Richtung Brandstiftung ermittelt, teilte Erich Rosenbaum, Leiter der Brandermittlung im LKA, am Sonntag mit. Das Feuer hatte an die 120 Feuerwehrleute bis Sonntagfrüh auf Trab gehalten. Das Gebäude wurde laut Feuerwehrangaben massiv beschädigt.

Bei dem Brand habe es keine Verletzten gegeben, berichtete Georg Haslinger, Kommandant der Feuerwehr Rabenstein. Das Wohnhaus befinde sich im Umbau und stehe leer. Insgesamt waren sieben Feuerwehren mit rund 25 Fahrzeugen im Einsatz. Gegen 4.30 Uhr konnte "Brand aus" gegeben werden. Die Aufräumarbeiten dauerten noch bis etwa 6.00 Uhr, so der Feuerwehrkommandant.

Da der Dachstuhl zusammengestürzt war, habe das darauf befindliche Blechdach erst mit Kranfahrzeugen entfernt werden müssen, um an den darunterliegenden Brand zu gelangen. Das Wohnhaus befinde sich im Ortszentrum von Rabenstein. Ein Übergreifen auf Nachbargebäude habe allerdings verhindert werden können.

Das zweistöckige Gebäude sei durch das Feuer ein Totalschaden, berichtete Haslinger. Der zweite Stock sei auf das darunterliegende Geschoß gestürzt. Weiters sei das Wohnhaus aufgrund der Einsturzgefahr nicht mehr begehbar. Am Sonntagvormittag führte die Feuerwehr Rabenstein mit 13 Mitgliedern noch Nachlöscharbeiten durch.

Laut Haslinger handelte es sich bereits um den dritten Brand in rund drei Jahren in diesem Gebäude. Auch Rosenbaum bestätigte, dass es zumindest am 2. November ein Feuer in dem Haus gegeben habe. Ergebnisse zu den noch laufenden Ermittlungen werde es in den nächsten Tagen geben.