Wildtierökologin Ramona Schmidt

© Österr. Bundesforste

Chronik Niederösterreich
01/22/2021

Botschafterin des Urwaldes

Wildtierökologin Ramona Schmidt wurde ins Management des Hauses der Wildnis geholt

von Wolfgang Atzenhofer

„Jedes Mal, wenn ich zu meinem neuen Arbeitsplatz komme, erweckt das bei mir Urlaubsgefühle.“

Freizeit und Erholung sind für die Biologin und Wildtierökologin Ramona Schmidt im neuen Job im „Haus der Wildnis“ in Lunz am See in nächster Zeit aber Mangelware. Die gebürtige Waldviertlerin wurde nämlich von den Österreichischen Bundesforsten als neue Managerin ins Naturerlebniszentrum entsendet. Das moderne Weltnaturerbe-Center wird gerade fertiggestellt und soll im Frühjahr für das Publikum freigegeben werden. Die Bundesforste verwalten ja zwei Drittel des 3.500 Hektar großen Wildnisgebiets Dürnstein.

„Wir sind im Finale, man muss aber sehen, wie sich die Situation um die Pandemie entwickelt“, kann Schmidt noch keine konkreten Angaben zur Eröffnung in Lunz machen. Gemeinsam mit dem Geschäftsführer des geschützten Wildnisgebiets, Christoph Leditznig, wird sie das neue spektakuläre Zentrum in die Gänge bringen. Erfahrung dafür hat Schmidt an ihrer vorigen Arbeitsstelle in einer klimatisch und geografisch komplett anderen Region gesammelt. Eventmanagement, Naturschutz und Wildtierforschung waren auch die Bereiche, für die die 31-Jährige bei Pannatura, einem Öko- und Wirtschaftsbetrieb in der Esterházy-Gruppe im Burgenland verantwortlich war.

Waldheimat

Aufgewachsen in einer Jägerfamilie bei Gföhl schrieb die Wildökologin ihre Masterarbeit auf der Uni für Bodenkultur über Wildunfälle am Truppenübungsplatz Allentsteig. „Von der Materie her bin ich jetzt hier in Lunz wieder meiner Heimat näher“, sagt die Managerin. Sie berichtet über spannende Dinge, die im Haus der Wildnis gerade eingerichtet werden. Um im musealen Bereich den geschützten Urwald hautnah erleben zu können, erhielten etwa uralte Holzstücke und Bodenproben im Keller eine neue Bestimmung. Farne und andere Pflanzen mit tausendjähriger Geschichte wachsen bereits üppig an. Zwei Aquarien, die auch die Zukunft der Fische in der Region wissenschaftlich dokumentieren, werden gerade eingerichtet. Ebenso Terrarien, in denen Spinnen oder Ameisen als Botschafter aus der Wildnis wohnen werden.

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