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Hype um Topfen: Berglandmilch baut Molkerei im Mostviertel

In Aschbach werden 25 Millionen Euro in neue Produktionsanlagen investiert. Eigenes Investitionspaket der öffentlichen Hand unterstützt insgesamt 15 Verarbeitungsprojekte in NÖ.
LH Pernkopf , GF Braunshofer , WK-Präsident Ecker

Um beim Boom um die Proteinernährung in der Lebensmittelbranche noch besser mitmischen zu können, investiert die Molkereigenossenschaft Berglandmilch kräftig in ihre Molkerei in Aschbach. Dort werden die Topfen- und Frischkäseproduktionen massiv ausgebaut. Über ein spezielles Investitionspaket fördert unter anderem das Land NÖ dieses Projekt besonders.

Baustelle Molkerei Aschbach

Das Projekt zur Topfenerzeugung soll im Februar 2027 in Betrieb gehen.

„Wir investieren in das Thema Topfen und Frischkäse 25 Millionen Euro am Standort“, kündigt Berglandmilch-Geschäftsführer Josef Braunshofer die Fertigstellung der bereits laufenden Baumaßnahmen und den Start der Produktion für den Februar 2027 an.

Topfen boomt

Topfen sei ein historisch hochinteressantes Produkt, das gerade eine Renaissance erlebe, weil es extrem proteinreich ist, schildert Braunshofer. „Wir sehen, dass Topfen und Frischkäse stark wachsende Segmente sind. Vor allem bei jungen Konsumentinnen und Konsumenten gewinnen diese Produkte kontinuierlich an Bedeutung“, sagt er. Deshalb entwickle Berglandmilch dieses Segment weiter.

Künftig können am Standort Aschbach zusätzlich jährlich rund 15.000 Tonnen Topfen sowie 7.000 Tonnen wärmebehandelter Frischkäse produziert werden. Damit werden die bisherigen Topfenmengen verdoppelt, und beim Frischkäse unter der renommierten Marke Bojar verdreifacht. Produziert werden diese  Mengen vor allem auch für den Export nach Deutschland, Italien, Spanien und weniger intensiv auch für Griechenland, schildert Braunshofer.

Zusätzliche positive Effekte

Zugleich kommen durch das Projekt neue Abfüllanlagen, die neue Verpackungsformate bedienen. Gleichzeitig wird in dem Betrieb, der als größte Molkerei Österreichs mit mehr als 500 Mitarbeitern gilt, mehr Flexibilität für die Entwicklung innovativer Produkte geschaffen. Auch in den Bereichen Qualität, Hygiene und Prozesseffizienz setze man mit der Investition neue Maßstäbe, heißt es bei Berglandmilch.

Besonders hervorgehoben wird im Rahmen der Investition in Aschbach die Wertschöpfung für die regionale Wirtschaft und die Bauern sowie die Schaffung von Arbeitsplätzen. Der Aschbacher Molkereiausbau ist eines von 15 Projekten in ganz NÖ in Lebensmittel-produzierenden und gewerblichen Betrieben. Diese investieren zusammen insgesamt 66,7 Millionen Euro. Mit 8,9 Millionen unterstützt die öffentliche Hand von Land NÖ bis EU dieses Investitionspaket. 1,9 Millionen von dieser Summe kommt vom Land NÖ. Auch die Molkereigenossenschaft NÖM und andere Firmen in der Lebensmittelbranche sind im Investitionspaket vertreten.

Positives Wechselspiel

„Wirtschaft und Landwirtschaft gehören zusammen und werden durch diese Projekte gleichsam gestärkt. Denn wenn die Lebensmittel-verarbeitenden Unternehmen ausbauen, dann bauen sie auf die Qualität der angelieferten Produkte der heimischen Bäuerinnen und Bauern“, kommentiert LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf das Investitionspaket. WK-Präsident Wolfgang Ecker lobt die positive Wirkung  solcher Projekte auf umliegende Unternehmen in den Regionen. Durch die Aufträge an die Betriebe würden Wertschöpfung, Beschäftigung und neue Impulse entstehen. Diese regionalen Wirtschaftskreisläufe stärken den Standort insgesamt, ist Ecker überzeugt.

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