Ärger über „Betonwüste“ in Baden - die aber wieder begrünt werden soll
Über eine „Zerstörung von Gartenflächen“ ärgert sich der Badener Karl Zweymüller. Grund für seine Aufregung ist ein Bauprojekt im Zentrum. „Der gesamte Garten neben dem als 'Ebrusterhaus' bekannten historischen Gebäude wurde mit einer dicken Betonschicht überzogen. Und das nur wenige Meter neben der Fußgängerzone“, so Zweymüller.
„Mit dem Anschein einer Alibiaktion wurde ein großer Baum stehengelassen, der, einbetoniert in einer für ihn wesentlich zu kleinen Baumscheibe, einer ungewissen Zukunft entgegengeht“, fürchtet der Badener.
„Es gilt heute als Credo, Grünflächen, vor allem dann, wenn sie auch Bäume beherbergen, in den Zentren der Städte nicht nur zu schonen, sondern auch zu pflegen. Man weiß, dass gerade das Mikroklima in Stadtzentren entscheidend vom Vorhandensein dieser Garten- und Parkanlagen beeinflußt wird und maßgeblich zur Förderung der Gesundheit ihrer Bewohner beiträgt“, gibt Zweymüller zu bedenken. „Größere Asphalt- und Betonflächen sind kontraproduktiv und stellen aus biologischer Sicht lebensfeindliche Areale dar.“
„Bäume, Sträucher und Rasenziegel“
Eigentümer des Grundstückes ist die Sparkasse Baden. Diese hat vor wenigen Monaten eine umfangreiche Neugestaltung ihres Firmenareals zwischen Hauptplatz und Grabengasse - also in unmittelbarer Nähe - angekündigt. Die von Karl Zweymüller so hart kritisierte Fläche sei Teil dieses Projektes, informiert man auf KURIER-Nachfrage.
Und es gibt gute Nachrichten: „Es bleibt nicht so wie es im Moment aussieht. Wir werden das Grundstück begrünen, dort Bäume und Sträucher pflanzen, Lavendel und wilden Wein.“ Auch Rasenziegel sollen zum Einsatz kommen, um für ausreichend Versickerungsmöglichkeiten zu sorgen.
Genaueres zur künftigen Verwendung des Grundstückes könne man derzeit allerdings noch nicht sagen.
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