© Foschum Markus

Chronik Niederösterreich
06/07/2021

Ausstellung in Baden begeistert mit 1.500 XXL-Fotos

Die Outdoor-Fotoschau La Gacilly Baden präsentiert sich in vierter Auflage auf sieben Kilometern „Ausstellungslänge“

von Markus Foschum

Auch wenn die Eröffnung am 18. Juni nur „silent“, also im kleinen Rahmen, über die Bühne geht, die vierte Auflage des Fotofestivals „La Gacilly Baden“ wird in der Stadt ein unüberschaubares Zeichen setzen. „Viva Latina“ ist das diesjährige Motto und südamerikanische Farben und Atmosphäre verbreiten „Lebensfreude und Emotionen, auch wenn die dargestellten Themen nicht nur schön sind, sondern auch unter die Haut gehen“, sagt Vizebürgermeisterin Helga Krismer (Grüne).

Erleben und ergehen

Die 1.500 Bilder von 25 Fotografen – im Großformat bis zu 280 Quadratmeter – vermitteln nicht nur die schönen und exotischen Seiten, sondern fangen die ganze Vielfalt dieser Welt samt städtischem Chaos und Zerstörung der Natur ein. „Baden wird zur Bühne für 25 Galerien, wo diese Dynamik, die Gegensätze aber eben auch die Lebensfreude gezeigt werden. Heuer ist es noch dazu 200 Jahre her, dass Lateinamerika seine Unabhängigkeit erlangte“, empfiehlt Bürgermeister Stefan Szirucsek, vom 18. Juni bis 17. Oktober in diese Bilderwelten einzutauchen.

Erleben und ergehen kann man das auf zwei Runden durch die Stadt mit mehr als sieben Kilometern Länge. Die Fotos finden sich auf Hausfassaden, auf Plätzen und in Parks. Der Eintritt zur größten Outdoor-Fotoausstellung Europas ist frei.

Festival-Gründer Lois Lammerhuber erwartet „ein fulminantes Jahr“. 2018 hat er die Zusammenarbeit zwischen Baden und La Gacilly initiiert. In dem kleinen Ort in der Bretagne hatte Bürgermeister Jacques Rocher (aus der Kosmetik-Dynastie) 2004 ein Fotofestival ins Leben gerufen, das dem Thema Mensch und Umwelt gewidmet ist. Ein Jahr zeitversetzt findet das Fotofestival jeweils im Sommer erst in La Gacilly und dann in Baden statt.

Diversität

Entsprechend dem französischen Vorbild wird die biologische Vielfalt unseres Planeten wieder ein zentrales Thema sein. „Es freut uns auch sehr, dass wir heuer -neutral sind“, sagen Lois und Silvia Lammerhuber. Es wurden dafür Zertifikate zur Kompensation des Festival--Abdruckes im Lacandón Urwald in Guatemala erworben. Dort liegt das nach dem Amazonas das zweitgrößte zusammenhängende Gebiet tropischen Regenwaldes.

Dass das Festival sich zum fixen Kultur-Highlight entwickelt hat, zeigen die Zahlen. Im Vorjahr verzeichnete man trotz Pandemie einen neuen Rekord mit mehr als 300.000 Besuchern (Zählung basierend auf Smartphonebewegungen), heuer im September will Lammerhuber den einmillionsten Gast begrüßen.

Gewidmet ist das Festival heuer Thomas Jorda, der bekannte Badener und Kulturjournalist starb im Vorjahr im 61. Lebensjahr und war einer der Gründerväter von La Gacilly, „der uns in Baden viele Wege geebnet hat“, so Lois Lammerhuber.

festival-lagacilly-baden.photo

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