Upcycling-Park der Firma Biobrennstoffe GmbH soll in der Wopfinger-Schotttergrube an der B121 einstehen

© Biobrennstoff Gmbh

Kematen/Ybbs
06/20/2021

Aufregung um Salzschlacken-Recyclingwerk

Baugruppe plant Industriewerk in Schottergrube, Anrainer und SPÖ steigen auf die Barrikaden

von Wolfgang Atzenhofer

Eine geplante Industrieanlage, in der Salzschlacke aus der Aluminiumproduktion zu einem Tonerdezement für den Baubereich verwandelt werden soll, sorgt im oberen Ybbstal im Bezirk Amstetten für Aufregung. Mit einer weltweit einzigartigen Technologie will die Firma Bio-Brennstoffe Gmbh, eine Tochter der Baumit-Gruppe, nach eigenen Angaben einen „Upcycling Park“ errichten. In der Region und bei Anrainern regt sich Widerstand. Es wird über Informationsmangel geklagt und es werden Erinnerungen daran geweckt, als in unmittelbarer Nachbarschaft Ende der 1990er-Jahre von der damals größten Bürgerinitiative Österreichs das Alu-Schmelzwerk und Müllverbrennungsprojekt SMA abgeblockt wurde.

Das imposante Werk soll in einer Schottergrube der zum Konzern gehörenden Betonfirma Wopfinger direkt neben der B121 in der Gemeinde Kematen/Ybbs errichtet werden. Auch eine Anlage zur Erzeugung von synthetischem Gas und eine Sauerstoffproduktion, sowie eine Verbrennungsanlage als Energiequelle wären in dem Park, der rund 50 Jobs bieten soll, vorgesehen. Der Gemeinde wurden Unterlagen übermittelt, eine angekündigte Pressekonferenz zuletzt wegen einer Terminkollision abberaumt. Da war bereits bekannt, dass über die SPÖ in Kematen und im Bezirk eine Online-Petition gegen die Errichtung des Werks gestartet wurde. Fehlende Transparenz und Einbindung der Bürger, zusätzliche Verkehrsbelastung, Unsicherheit über die Brennmaterialien oder die Gesundheitsgefährdung werden rund um SP-Bezirkschefin Ulrike Königsberger-Ludwig als Kritikpunkte genannt.

Die Firma Biobrennstoffe wollte vorerst keine Stellungnahme abgeben. Kematens Bürgermeisterin Juliana Günther (ÖVP) will Expertisen des Landes NÖ abwarten und grundsätzlich „nicht schon im Vorhinein“ ein Projekt komplett abweisen.

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