Altstoffsammelzentren im Bezirk werden neu strukturiert

© Atzenhofer Wolfgang

Chronik Niederösterreich
06/22/2021

Amstetten: Müllverband reduziert Altstoffzentren

Weniger Sammelstellen, dafür mehr Komfort und längere Öffnungszeiten. Kritik kommt von der FPÖ.

von Wolfgang Atzenhofer

Bezirk Amstetten. Die Entsorgung von Altstoffen und Sperrmüll ist im Corona-Jahr ein wichtiges Anliegen der Haushalte gewesen. Im Bezirk Amstetten stehen die Altstoffsammelzentren (ASZ) weiter im Blickpunkt, weil der Abfallverband die Sammelpunkte in den Gemeinden deutlich reduzieren will.

Wie der KURIER erfuhr, hat der Gemeinde-Dienstleistungsverband (GDA) bereits intensive Gespräche mit den Bürgermeistern der 34 Mitgliedsgemeinden aufgenommen. Was GDA-Obmann und ÖVP-Abgeordneter Anton Kasser bestätigt. „Im Herbst wird eine Neuordnung vorgestellt“, sagte er.

Mit 23 ASZ könnten die Qualität bei der Mülltrennung, aber auch vernünftige Öffnungszeiten nicht optimal betrieben werden, so Kasser. Der Verband werde kräftig investierten und ASZ mit großzügigen Containern und langen Öffnungszeiten installieren. Wie viele der 23 Sammelstellen wegkommen, konnte Kasser noch nicht berichten. 90 Prozent der Bevölkerung werde unter zehn Kilometern Anfahrtsweg haben, erklärte er.

Vorbild

Orientierung biete das Land Oberösterreich, wo das Sammelsystem bereits vorbildlich aufgestellt sei, sagt Kasser, der auch Präsident der NÖ Umweltverbände ist. Ein ASZ soll für rund 7.000 bis 10.000 Einwohner zur Verfügung gestellt werden. Die GDA wolle jedenfalls investieren. Die Haushalte werden ihren Teil mittragen, nachdem die Gebühren seit elf Jahren unberührt geblieben seien, stehe auch eine Erhöhung an, so Kasser.

Heftige Kritik zur Umstrukturierung der Sammelzentren kommt aus den Reihen der FPÖ. Bezirkschef Alexander Schnabel meinte, es wäre „sinnbefreit“, wenn etwa im Ybbstal der Müll durch die Orte gekarrt werden muss. Dort gibt es Gerüchte, dass die ASZ von Opponitz, Hollenstein und St. Georgen/Reith zu einem Sammelzentrum zusammengelegt werden. Schnabel: "Das verunsichert die Bevölkerung".

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