Häuserkampf am Krautberg: Heer trainiert in Stadtsiedlung
Jägereinheiten übten im Inneren von Wohnhäusern.
Vermummte Soldaten, die mit Gewehren im Anschlag durch eine bewohnte Stadtsiedlung streiften, sorgten bei Beobachtern in Amstetten zumindest für mulmige Gefühle. Allerdings war der fingierte Häuserkampf der Rekruten des Amstettner Jägerbataillons 12 im Vorfeld als Übung gut angekündigt. Und die Stadtverwaltung bemühte sich um ausreichend Information der Bevölkerung über das außergewöhnliche Geschehen.
Vermummte Jägereinheit marschiert durch Amstettner Krautberg-Siedlung.
Präsenzdiener der 1. Jägerkompanie trainierten an zwei Tagen in der innerstädtischen Großsiedlung am Amstettner Krautberg das richtige Verhalten und den Kampf im urbanen Umfeld. Bei sengender Hitze galt es die Konzentration zu bewahren und verschiedenste Techniken sowie das Vorgehen im Trupprahmen zu trainieren.
Rücksicht auf Hausbewohner
Das richtige und auf Eigenschutz bedachte Eindringen und Durchsuchen von Häusern wurde geübt. Freilich wurde dabei bedacht, dass man keine Hausbewohner mit dem Training überrumpelt oder gar erschreckt. Für die verschieden Aktionen im Inneren wurden lediglich unbewohnte Gebäude genutzt, versichert man in der Ostarrichi-Kaserne. „Es ist an den beiden Tagen zu keinerlei Vorkommnissen oder Beschwerden gekommen“, heißt es aus der Amstettner Kaserne.
Soldaten beim Durchsuchen eines Dachbodens.
Das Erlernte und die Erkenntnisse aus den Übungen werden den Rekruten bei der Zielüberprüfung, das ist die große zweiwöchige Abschlussübung im September in Kärnten, abverlangt.
Angemeldet und genehmigt sind derartige Trainingseinheiten im Zuge der Jägerausbildung im zivilen urbanen Bereich noch bis Anfang September. Konkrete Übungstage seien aber vorerst nicht bekannt, heißt es aus der Ostarrichi-Kaserne.
Ab Mitte Juli werden mit den Stadtteilen Haaberg/Höf weitere Siedlungsgebiet beübt.
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