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Mikl-Leitner fordert Heimvorteil bei Heeres-Aufträgen

Kasernen, Hangars und Infrastruktur: Das Bundesheer investiert kräftig. Davon sollen vor allem regionale Betriebe profitieren.
Vier Personen sprechen vor einem Militärfahrzeug, darunter eine Frau in Pink und ein Offizier in Uniform.

Es war wohl kein Zufall, dass sich Verteidigungsministerin Klaudia Tanner, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (beide ÖVP) und Wirtschaftskammer-Präsident Wolfgang Ecker am Mittwoch ausgerechnet bei einer Tankstelle trafen.

Die Tankstelle in der Hesserkaserne in St. Pölten musste vor mehr als zehn Jahren geschlossen werden. Damals sah sich das Bundesheer noch mit einem harten Sparkurs der Politik konfrontiert, der sich auch massiv auf die Mobilitätsfähigkeit der Armee auswirkte.

Heute fließt wieder Treibstoff aus den Zapfsäulen. Die Tankstelle wurde neu errichtet. Hier können Heeresfahrzeuge, die etwa auch im Katastrophendienst dringend benötigt werden, aufgetankt werden.

Das Heer verfügt aufgrund der veränderten sicherheitspolitischen Lage wieder über mehr finanzielle Mittel.

Neue Initiative gestartet

Die milliardenschwere Aufrüstung soll auch der niederösterreichischen Wirtschaft neue Aufträge bringen. Tanner und Mikl-Leitner präsentierten im Militärkommando NÖ die Initiative „Wirtschaft & Sicherheit“, mit der heimische Unternehmen stärker an den Investitionen des Bundesheeres beteiligt werden sollen.

Hintergrund ist der „Aufbauplan 2032+“, mit dem das Bundesheer in den kommenden Jahren umfassend modernisiert werden soll. Allein heuer fließen laut Tanner 102 Millionen Euro in militärische Infrastrukturprojekte in Niederösterreich. Finanziert werden damit unter anderem neue Hangars, Sanierungen von Kasernen sowie Maßnahmen zur Energieautarkie der Standorte. Füta_chunk_1 2027 ist ein ähnlich hohes Investitionsvolumen von rund 103 Millionen Euro vorgesehen.

Militärkommandant Georg Härtinger verwies darauf, dass die Modernisierung des Heeres mit einem verantwortungsvollen Umgang mit öffentlichen Mitteln einhergehen müsse. Das Vertrauen der Bevölkerung sei die zentrale Grundlage füta_chunk_1 die Einsatzfähigkeit des Bundesheeres.

Damit möglichst viele Aufträge bei heimischen Betrieben landen, wurde die Initiative „Wirtschaft & Sicherheit“ ins Leben gerufen. Gemeinsam mit dem Militärkommando Niederösterreich und der Wirtschaftsagentur ecoplus will die Wirtschaftskammer Unternehmen über die Beschaffungsprogramme des Heeres informieren und den Zugang zu Ausschreibungen erleichtern.

Ab Herbst sind dazu fünf Regionalveranstaltungen unter dem Titel „Wirtschaft.Bundesheer.Beschaffung“ geplant. Ergänzend wird eine Webinarreihe angeboten, die Unternehmen den Einstieg in die Verteidigungs- und Sicherheitswirtschaft erleichtern soll.

Füta_chunk_1 die Bauwirtschaft, Zulieferbetriebe und zahlreiche Nebengewerbe eröffnen sich dadurch laut Wirtschaftskammer-Präsident Ecker neue Geschäftsmöglichkeiten.

Ruf an Bund und EU

Mikl-Leitner nutzte den Termin jedoch auch, um politische Forderungen an Bund und EU zu richten. Um die Chancen füta_chunk_1 österreichische Unternehmen besser nutzen zu können, brauche es rasch bessere Rahmenbedingungen.

Konkret sprach sich die Landeshauptfrau füta_chunk_1 klare rechtliche Grundlagen bei Industriekooperationen aus. Ziel müsse sein, dass bei sicherheits- und verteidigungspolitischen Projekten ein regionaler Wertschöpfungsanteil von 30 bis 50 Prozent gesichert werde.

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