Akademie gegen Cyberkriminalität eröffnet

Eröffnung der Cyber Range in Wiener Neustadt © Bild: Telekom Austria/APA-Fotoservice

In dem Schulungszentrum in Wiener Neustadt sollen sich Unternehmen und Behörden gegen Hackerangriffe rüsten.

Cyberkriminalität ist der am stärksten wachsende Deliktsbereich. Bereits 2016 wurde mit mehr als 13.000 Anzeigen eine Zunahme von 30 Prozent registriert, Tendenz weiter steigend. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, hat die A1 Telekom Austria in Wiener Neustadt eine Akademie gegen Cyberkriminalität errichtet.

In der sogenannten Cyber Range sollen Computerfachleute und Systemadministratoren lernen, wie man sich gegen Hackerangriffe schützt. „Mit der Cyber Range bieten wir die Möglichkeit, Bedrohungen rechtzeitig zu erkennen und Schutz- und Abwehrmechanismen zu testen“, erklärt A1-Geschäftsführer Marcus Grausam. In der Akademie sollen in Zukunft Konzerne, kleinere Unternehmen, oder auch Behörden ihre EDV-Verantwortlichen darauf schulen lassen.

Weil Cyberkriminalität auch eine Frage der internen Sicherheit ist, wohnte auch die Staatssekretärin des Innenministeriums, Karoline Edtstadler, der Eröffnung bei. Der Staat habe großes Interesse daran, dass Institutionen weniger angreifbar sind, so Edtstadler. „Cyberkriminalität ist heute eines der am schnellsten wachsenden Kriminalitätsfelder und eine massive Bedrohung der voranschreitenden Digitalisierung. Daher hat das Bundesministerium für Inneres eine Reihe von Maßnahmen gesetzt, wie etwa die Einrichtung des Cybercrime-Competence-Center oder des Cyber Security Center. Wir haben aber auch großes Interesse daran, dass Unternehmen hohe Sicherheitsstandards in Bezug auf die Cyberkriminalität verfolgen", sagt die Staatssekretärin.

( kurier.at ) Erstellt am 12.04.2018