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Chronik | Niederösterreich
04/08/2016

Afghane soll 13-Jährige missbraucht haben

Der Verdächtige wurde festgenommen und sitzt in U-Haft

Ein Fall von sexuellem Missbrauch beschäftigt derzeit die Ermittler in Niederösterreich. Das mutmaßliche Opfer: Ein 13-jähriges Mädchen. Der Verdächtige: Ein afghanischer Asylwerber. Die Tat soll sich laut KURIER-Informationen im Bezirk Korneuburg abgespielt haben.

Die beiden hatten sich Anfang des Jahres im Internet kennengelernt und schrieben sich mit der Zeit immer häufiger. Doch dabei soll es nicht geblieben sein. Man traf sich schließlich in einem Waldgebiet, wo es auch zu sexuellen Handlungen gekommen sein soll. "Der Verdächtigte übte zwar keine Gewalt aus, aber er hatte dem Mädchen gedroht und es eingeschüchtert", berichtet ein Fahnder. Über drei Monate hinweg soll der Asylwerber die Schülerin immer wieder missbraucht haben.

Angst

Schließlich bekam das Mädchen es mit der Angst zu tun und vertraute sich den Eltern an. Diese reagierten sofort und alarmierten die Exekutive. Für den Mann, der um die 20 Jahre alt sein soll, klickten die Handschellen. Er sitzt mittlerweile in Untersuchungshaft. Bisher war der Afghane in einem Asylheim im Bezirk Hollabrunn untergebracht, heißt es. Die Beamten betonen, dass die Ermittlungen in diesem Fall noch nicht abgeschlossen sind.

Bei der Landespolizeidirektion Niederösterreich hält man sich zu dem Fall jedenfalls sehr bedeckt. "Aufgrund der schutzwürdigen Interessen des Opfers wird in diesem Fall keine Medienarbeit gemacht", sagt Sprecher Markus Haindl.

Ende Jänner war ein 18-Jähriger Afghane am Landesgericht Wiener Neustadt rechtskräftig zu einer Haftstrafe verurteilt worden, weil er im September des Vorjahres eine Pensionistin in der Schwechat-Au bei Traiskirchen vergewaltigt hatte.