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Pinker Grashüpfer in Kärnten: Das steckt hinter dem außergewöhnlichen Fund

Eine Frau entdeckte in Kärnten kürzlich einen pinkfarbenen Grashüpfer. Für die kräftige Färbung ist eine seltene genetische Mutation verantwortlich.
Kräftig rosa gefärbte Grashüpfer-Nymphe auf einem grünen Blatt in Kärnten.

Eine Frau machte Mitte Juni im Villacher Stadtteil St. Georgen in Kärnten eine außergewöhnliche Entdeckung: Auf einem Blatt sitzend blickte ihr ein Grashüpfer entgegen, der in einem auffälligen Pink erstrahlte. Die Anwohnerin veröffentlichte die Aufnahme auf naturbeobachtung.at, der österreichischen Citizen-Science-Plattform für Naturbeobachtungen.

Pinker Grashüpfer auf grünem Blatt

Der pinke Grashüpfer bildet einen deutlichen Kontrast zum grünen Untergrund.

Seltener pinker Grashüpfer in Kärnten entdeckt

Das Foto wirkt auf den ersten Blick fast so, als wäre es mithilfe Künstlicher Intelligenz erstellt oder nachträglich bearbeitet worden. Doch rosafarbene Heuschrecken existieren tatsächlich. In einer Aussendung des Naturschutzbundes Österreich, der auch das Portal naturbeobachtungen.at betreibt, wird erklärt, was hinter der ungewöhnlichen Färbung des Insektes steckt. Verantwortlich dafür ist eine äußerst seltene genetische Mutation, der sogenannte Erythrismus. Dabei wird überwiegend das rote Insektenpigment Erythropterin gebildet. 

Nur wenn beide Elterntiere diese mutierte Genvariante in sich tragen und die Mutation an den Nachwuchs vererben, tritt das kräftige Pink auf. Dieser Umstand kommt in freier Wildbahn jedoch äußerst selten vor. 

Genetisch bedingte Pigmentstörung hat oft Nachteil für Tiere

Für den Menschen ist das scheinbar willkürliche Farbspiel der Natur zwar faszinierend, für die Tiere selbst bedeuten Farbmutationen jedoch häufig einen Nachteil, etwa dann, wenn die Färbung die Tarnung beeinträchtigt. 

Ein leuchtend rosafarbener Grashüpfer fällt Fressfeinden auf einem grünen Blatt beispielsweise deutlich stärker auf als seine Artgenossen mit einer grünen oder bräunlichen Färbung. In der Aussendung heißt es weiter, dass pinke Grashüpfer aus diesem Grund nur geringe Überlebenschancen haben.

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