© Bettina Eder

Trendgetränk
05/08/2021

Wie der Gin im Burgenland in die Heurigen fand

Leithaprodersdorf zählt 1.200 Einwohner, 16 Heurigen und vier Gin-Produzenten. Die Spirituose wird immer beliebter.

von Paul Haider

Der Grüne Veltliner. Das Belegte Brot. Die Hausplatte. An manchen Klassikern kommt keine Heurigenkarte vorbei. Was nicht heißt, dass den heimischen Buschenschanken Innovationen fremd wären.

In Leithaprodersdorf zeichnet sich im Vorfeld der Gastro-Öffnung am 19. Mai, eine kleine Revolution ab: Die Trendspirituose Gin hat Einzug in die Buschenschanken der Gemeinde an der Landesgrenze gehalten.

Neues Rezept

Im Heurigen der Familie Pluschkovits wird am 17. Juni zum ersten Mal der selbst produzierte Gin auf der Getränkekarte stehen. Carina Pluschkovits setzt auf ein Rezept, das wohl auch Heurigen-Puristen überzeugen kann: Der Gin wird nämlich mit Wein aus dem hauseigenen Weingut angereichert. „Gin Infused Blaufränkisch Rosé“ und „Gin Infused Grüner Veltliner“ stehen zur Auswahl.

„Ich trinke liebend gern Gin. Es war cool, in der Coronazeit mal was Neues zu probieren und für die Gäste ist es ein interessantes Zusatzangebot“, ist Carina Pluschkovits überzeugt.

Mixgetränke verboten

So experimentierfreudig die Leithaprodersdorfer auch sind: Einen Gin-Cocktail wird man auf einer Heurigenkarte weiterhin vergeblich suchen. Bernhard Dragschitz, der seinen „Drag-Dschin“ mit Roséwein verfeinert, erklärt: „Als Buschenschank dürfen wir außer Spritzer keine Mischgetränke ausschenken“. Ein spritziges Rezept hat Dragschitz trotzdem für die KURIER-Leser parat (siehe Infobox rechts).

Im „Eder am Spitz“ wird heuer ebenfalls ein eigener Gin serviert. Magdalena Bauer ist gerade mit der Feinjustierung beschäftigt: „Wir setzen unseren Weinbrand mit Wacholderbeeren und einigen Geheimzutaten an“, verrät sie vorab.

„Wir freuen uns, dass wir unseren Kunden etwas Neues anbieten können und sind schon gespannt, wie der Gin ankommt“.

Als Vorreiter in Sachen Leithaprodersdorfer Gin gilt übrigens Roman Franz. Der Schnapsbrenner mit 20 Jahren Berufserfahrung hat seit zwei Jahren seinen „Leitha-Gin“ im Sortiment.

Rezepte-Tüftelei

Von der Idee zum fertigen Produkt kann es beim Gin mitunter ein langer Weg sein.

„Bis ich auf mein Rezept gekommen bin, hat es ungefähr ein Jahr gedauert. Man muss einige Versuchsreihen ansetzen, die Zutaten auf Gramm und Zehntelgramm abwiegen“, weiß Roman Franz.

Vorfreude

Die innovativen Gin-Rezepte können ab dem 19. Mai gegeneinander abgewogen werden. Platzreservierungen trudeln schon haufenweise ein: „Die Vorfreude muss gigantisch sein. So eine große Nachfrage habe ich noch nie mitbekommen“, freut sich Magdalena Bauer auf den Start einer vielversprechenden Heurigensaison 2021.

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