Jungunternehmerin Michaela Hammer ist Ernährungs- und Bewegungstrainerin

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Burgenland
10/13/2014

Von der Idee zum neuen Job

Frauen schaffen sich mit Hilfe der Unternehmerinnenwerkstatt ihren eigenen Arbeitsplatz.

von Roland Pittner

"Den Mut dazu haben, das hat am längsten gedauert", sagt Jungunternehmerin Michaela Hammer. Sie hat ihren Bürojob gegen ein Gewerbe getauscht. "Ich bin seit Jänner selbstständige Ernährungs- und Bewegungstrainerin", sagt die Mattersburgerin. In ihrem alten Job habe sie nie den Sinn gesehen, jetzt ist sie von der Arbeit in ihrer eigenen Firma "live and shine" begeistert, wie sie im KURIER-Gespräch erzählt.

Unterstützung auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit hat sie von Ulrike Rössler bekommen. Sie leitet das Projekt "Gründe deinen eigenen Arbeitsplatz im Südburgenland". Am Anfang stehe immer eine Idee, dann wird erarbeitet was man daraus machen kann. Das Projekt wird vom Burgenländischen Frauenreferat und dem BFI Burgenland durchgeführt. "Wir wollen damit die Frauenbeschäftigung im ländlichen Raum weiter erhöhen, der Abwanderung entgegenwirken. Die Selbstständigkeit kann dazu die Chance bieten", sagt Landesrätin Verena Dunst.

Rüstzeug

Der Kurs beinhaltet 14 Module. Die angehenden Firmenchefinnen bekommen das nötige Rüstzeug vermittelt, sagt Rössler: "Von der Erstellung eines marktfähigen Angebotes, eines Businessplans, über Betriebswirtschaft bis zu Marketing und Verkauf sowie Persönlichkeitsentwicklung, Auftreten und Zeitmanagement stehen auf dem Stundenplan."

"Ziel ist es, von seinem neu geschaffenen Beruf leben zu können", sagt Rössler. Denn der Arbeitsmarkt im Burgenland ist heiß umkämpft (siehe Zusatzbericht). "Viele gut ausgebildete Frauen, finden keinen passenden Job und müssten nach Wien ausweichen", weiß Rössler. Sie sind ebenfalls oft Gründerinnen. Die meisten starten ein Unternehmen im Dienstleistungssektor.

Nicole Meitz, die die Unternehmerwerkstatt besucht hat, ging einen anderen Weg. Sie gründete im April diesen Jahres ihr eigenes Geschäft in Jennersdorf. "Ich biete nur von Hand produzierte Lebensmittel, Getränke und Kunsthandwerk aus Österreich, Ungarn und Slowenien an", sagt Meitz, die sich ihren Traum erfüllt hat.

Noch etwas entfernt vom Schritt in die Selbstständigkeit ist Karin Horvath. Sie will sich als Visagistin und Farbberaterin selbstständig machen. Die Oberwarterin ist gerade in den Vorbereitungen für die Gründung. Anfang nächsten Jahres soll es bei Petra Brantweiner aus Poppendorf, Bezirk Jennersdorf, so weit sein. Sie will sich als Konditorin selbstständig machen und von Zuhause aus arbeiten.

Der kostenlose Kurs wird gut angenommen. "Die ersten Erfolge können sich sehen lassen", sagt Rössler.

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