Chronik | Burgenland
06.06.2018

Unwetter: Über 80 Feuerwehreinsätze im Nord- und Südburgenland

Keller und Häuser überschwemmt - Hotspots erneut Loipersdorf-Kitzladen und Riedlingsdorf.

Unwetter haben am Mittwochnachmittag für über 80 Feuerwehreinsätze in den Bezirken Oberwart und Neusiedl am See gesorgt. Keller und Häuser wurden überschwemmt, Straßen standen unter Wasser, berichtete die Landessicherheitszentrale Burgenland (LSZ). Mehr als 20 Feuerwehren seien im Einsatz gewesen.

Im Bezirk Neusiedl am See habe es rund 30 Einsätze gegeben, wobei besonders Andau und Frauenkirchen betroffen waren. Im Bezirk Oberwart zählte die LSZ um die 50 Einsätze. Hotspots waren, wie bereits vergangenen Freitag, die Gemeinden Loipersdorf-Kitzladen und Riedlingsdorf.

Der Boden habe das Wasser nicht mehr aufnehmen können, berichtete der Bürgermeister von Loipersdorf-Kitzladen, Thomas Böhm (ÖVP). Zahlreiche Keller und Gärten seien überflutet worden. Das Wasser sei bis zu 40 Zentimeter hoch gestanden. "Drei Viertel der Leute, die heute betroffen waren, waren am Freitag auch betroffen", sagte Böhm. Die Menschen seien verzweifelt.

Laut dem Kommandanten der Feuerwehr Loipersdorf, Wolfgang Oberndorfer, waren vier Feuerwehren mit 38 Mitgliedern in der Ortschaft im Einsatz um 18 Adressen abzuarbeiten. 20 Volksschüler und Kindergartenkinder, die sich noch in der Nachmittagsbetreuung befunden hätten, seien vorsorglich heimgebracht worden. Die Feuerwehrmitglieder würden sich nach den Ereignissen der vergangenen Tage am Limit befinden. "Die Luft ist heraußen", meinte Oberndorfer.

Am Mittwochabend seien keine neuen Einsätze mehr gemeldet worden, hieß es von der Landessicherheitszentrale. Die Landesstraße bei Jabing (Bezirk Oberwart) Richtung B63 werde wegen Überflutung gesperrt. Die Pegelstände von Stögersbach und Pinka weiter beobachtet werden.