-110 Grad: Der kälteste Ort muss in Badesachen besucht werden

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Im Reduce Gesundheitszentrum werden diese Temperaturen für Therapieeinheiten genutzt – drei Minuten lang.

Zusammenfassung

  • Im Reduce Gesundheitsresort wird seit Kurzem Kryotherapie angeboten, bei der Gäste drei Minuten bei minus 110 Grad in einer Kältekammer verbringen.
  • Die Behandlung verspricht über 50 positive Effekte wie Schmerzlinderung, Leistungssteigerung, Stärkung des Immunsystems, Anti-Aging und Unterstützung bei psychischen Erkrankungen.
  • Die Anwendung erfolgt unter Aufsicht, ist für Einzelpersonen oder Paare buchbar und kostet 35 Euro pro Person (31 Euro bei Zweiernutzung).

Von Gernot Heigl

Wenn man in Badekleidung bei minus 110 Grad drei Minuten in einer Kältekammer ausharrt, soll das nicht nur Glücksgefühle und positive Beauty-Effekte bringen, sondern auch gesund sein. Klingt verrückt, ist aber eine neue Behandlungsmethode, die seit heuer im Reduce Gesundheitsresort angeboten wird.

Über 50 positive Effekte

Der gezielt eingesetzte Kälteschock, auch Kryotherapie genannt, sorgt für über 50 spürbar positive Effekte und wird schon länger  im Spitzensport angewandt. Begründet darin, dass Ausdauer und Leistung verbessert und gesteigert sowie die Regenerationszeiten verkürzt werden. Zudem tritt bei Verletzungen eine sofortige Schmerzlinderung ein.

Franz Niederl, ärztlicher Leiter des Resorts, ergänzt: „Man hat auch gute Erfahrungen bei der Behandlung von psychischen Erkrankungen, Depressionen und Schlafstörungen gemacht.“ Weiters wird im Rahmen der Therapie die Immunabwehr gestärkt und der Stoffwechsel auf Hochtouren gebracht. Ebenso kommt es zu Verbesserungen der Gelenkfunktionen und zur Entspannung bei Migräne – zusätzlich gibt es auch Schönheitseffekte wie Anti-Aging, Fettverbrennung und Gewebestraffung.

Badekleidung ist Pflicht

Gebucht werden kann die Behandlung als Einzelanwendung oder im Abo. Aber nicht nur von Kur- und Hotelgästen, sondern auch von Menschen aus der Region. Um an den kältesten Ort im Land zu gelangen, muss man mit Badehose oder -Anzug, Bikini oder Unterwäsche bekleidet sein sowie Socken und feste Schuhe tragen.  Handschuhe und Mundschutz sind verpflichtend.

Von -40 auf -110 Grad

Unter Aufsicht des Personals betreten die Gäste zuerst eine Vorkammer mit minus 40 Grad. Nach 60 Sekunden folgt der Wechsel in die Hauptkammer, in der man bei minus 110 Grad drei Minuten lang verweilt, ehe es wieder für eine Minute in die Vorkammer geht. Während der Behandlung hört man über Kopfhörer Anweisungen sowie Zeitangaben und Musik. Die Hitliste der auswählbaren Playlists führen die Titel „Dancing Queen“ und „Ice Ice Baby“ an.

Angst muss man keine haben, da über Fenster Sichtkontakt zu den Therapeuten besteht. Unabhängig davon können die Türen der Kältekammern beidseitig geöffnet und somit die Behandlung jederzeit  abgebrochen werden

Zudem bieten die Räume Platz für zwei Personen, wodurch Freunde oder Paare gleichzeitig den Kick erleben können. Erfrierungen gibt es durch die niedrigen Temperaturen keine. Die Hautoberfläche wird rasch auf minus 5 Grad gesenkt, wodurch die maximalen entzündungshemmenden Botenstoffe freigesetzt werden. Die Kerntemperatur des Körpers bleibt  nahezu konstant

Mental an die Grenzen

„Die Kältekammer hat unsere Gäste und  uns auf Anhieb begeistert“, erläutert Geschäftsführer Andreas Leitner. „Eine neue Körpererfahrung, bei der man anfangs auch mental an seine Grenzen geht.“  Die Kosten für eine Einzelanwendung betragen 35 Euro, bei einer Zweipersonennutzung je 31 Euro. Terminvereinbarungen für externe Gäste sind unter  03353 8200 7048 möglich.

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