© Kurier/Gilbert Novy

Chronik Burgenland
01/20/2021

So wird das Burgenland ohne Doskozil regiert

Stellvertreterin Astrid Eisenkopf vertritt den burgenländischen Landeshauptmann während seiner Abwesenheit.

von Martin Gebhart

Es ist das zweite Mal, dass Landeshauptmann-Stellvertreterin Astrid Eisenkopf (SPÖ) das Burgenland führen muss, weil sich ihr Chef Hans-Peter Doskozil (SPÖ) einer Stimmbandoperation unterziehen musste.

Wegen der Pandemie-Bedingungen und dem Impfplan derzeit „natürlich eine besondere Herausforderung“, wie sie im KURIER-Talk im Studio Pods & Bowls erklärt.

Aber: „Wir sind zum Glück ein sehr gut eingespieltes Team. So sind wir auch vom Landeshauptmann aufgestellt worden. Es kann sich da in seiner Abwesenheit zu hundert Prozent auf uns verlassen.“

Offiziell hatte Hans-Peter Doskozil vor seinem Operationstermin in Deutschland die Amtsgeschäfte vollkommen in die Hand von Eisenkopf gelegt.

Tatsächlich war er ständig eingebunden, wie seine Stellvertreterin bestätigt: „Wir haben natürlich schon viele Dinge, die vorhersehbar waren, im Vorfeld abgesprochen. Auf der anderen Seite, wenn es um aktuelle Entwicklungen gegangen ist, waren wir immer im ständigen Kontakt, beispielsweise über WhatsApp. Das war die ganze Zeit hindurch möglich. Insofern ist er natürlich in alle Entscheidungen eingebunden.“

Mittlerweile ist Hans-Peter Doskozil wieder zurück im Burgenland. Wann er die Amtsgeschäfte wieder übernimmt, ist noch nicht klar. Eisenkopf: „Ein genaues Datum kann ich noch nicht nennen. Aber weil der Fortschritt seiner Genesung sehr gut ist, gehen wir davon aus, dass er in den nächsten Wochen sicherlich wieder in alter Stärke zurückkehren wird.“

Bis dahin muss Astrid Eisenkopf bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie Regie führen. In einer Phase, in der immer mehr an die Bundesländer delegiert wird, speziell das Impfen. Eisenkopf: „Die Umsetzung des Impfens ist wahrscheinlich auch bei den Ländern am besten angesiedelt, weil wir ganz einfach am nächsten dran sind, die Gegebenheiten am besten kennen.“

Bio-Wende trotz Corona

Das Burgenland sei da personell und organisatorisch sehr gut aufgestellt, so Eisenkopf. „Das einzige Nadelöhr sind im Moment noch die Impfdosen, die ja vom Bund zur Verfügung gestellt werden. Hier sind wir noch etwas knapp“, sagt sie. Im Bundesland selbst werde noch diese Woche eine Vormerkplattform für das Impfen online gehen. Sie selbst werde sich auch impfen lassen, „wenn ich dann an der Reihe bin“.

Abseits von ihren derzeitigen Landeshauptmann-Aufgaben ist Astrid Eisenkopf federführend für die Bio-Wende im Land zuständig. Beim Handel mit Produkten von Bio-Bauern will sich das Land in Zukunft über eine eigene Bio-Vermarktungsgesellschaft stärker engagieren. Ziel ist es, dass die Landwirte faire Preise für ihre Produkte erhalten.

Eisenkopf: „Wir wollen kürzere Lieferketten und faire Preise.“ Nicht als Konkurrenz zum Handel, sondern als eine Art Vermittler zwischen den Produzenten und dem Handel. Auf die Skepsis, die da in der Landwirtschaftskammer herrscht, reagiert Eisenkopf so: „Natürlich gibt es in dem einen oder anderen Punkt die eine oder andere Diskussion. Aber wir führen grundsätzlich sehr gute Gespräche mit der Landwirtschaftskammer.“

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