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Chronik Burgenland
04/18/2019

So sollen Burgenlands Volksschulkinder Englisch lernen

Im Burgenland soll ab dem kommenden Schuljahr eine freiwillige Englischstunde in Volksschulen angeboten werden.

von Claudia Koglbauer-Schöll

„Globalisierung und Digitalisierung verändern die Welt, hier muss die Schule auch nachziehen“, sagt Bildungslandesrätin Daniela Winkler (SPÖ) am Donnerstag in Eisenstadt.

Für die beruflichen Chancen seien Englischkenntnisse „enorm wichtig“. Da das Burgenland im bundesweiten Vergleich hier jedoch lediglich im Mittelfeld liege, wolle man den Englischunterricht stärken. Mit einer zusätzlichen freien Englischstunde sollen bereits in der Volksschule Grundkenntnisse der Sprache vermittelt werden. „Wir wollen so viele Kinder wie möglich motivieren“, erklärt Winkler. Der Unterricht soll Englisch spielerisch und integrativ vermitteln.

Laut Projektleiterin Petra Weinhäusel könne das Angebot ab zwölf Schülern wahrgenommen werden. Bei weniger Kindern sei das Angebot klassenübergreifend oder sogar regionsübergreifend. „Ab der zweiten Grundstufe gibt es eine verbindliche Englischstunde, die freiwillige Englischstunde wird zusätzlich angeboten.“

30 neue Lehrer werden gesucht

Das Angebot soll flächendeckend im gesamten Burgenland zur selben Zeit starten. „Dafür brauchen wir zusätzliche ausgebildete Pädagogen und entsprechende Materialien“, so Winkler. Um den Bedarf abzudecken, würden darum „30 Vollbeschäftigungsäquivalente“ benötigt. Die Ausschreibung für die Lehrer startet am 25. April.

„Wir wollen so jungen burgenländischen Lehrern eine Anstellung ermöglichen“, sagt Jürgen Neuwirth, der Leiter des Pädagogischen Dienstes der Bildungsdirektion Burgenland.

Die Kosten für das Projekt schätzt Landesrätin Winkler für das Schuljahr 2019/2020 auf rund 1,8 Millionen Euro.