Chronik | Burgenland
30.12.2017

Rettende Finanzspritze für Tafel

Durch eine Förderung des Landes ist das Fortbestehen der Pannonischen Tafel gesichert.

"Zuletzt konnten wir noch nicht einmal den Sprit bezahlen", beschreibt Andreas Roschek die missliche Lage, in der sich die Pannonische Tafel befunden hat. Vor zehn Jahren hat Roschek die Tafel gegründet. Rund 60 Tonnen an gespendeten Lebensmitteln werden jeden Monat an den Standorten Eisenstadt und Oberpullendorf an etwa 5400 Bedürftige im Burgenland verteilt. Finanziert wird die Tafel ausschließlich über Spenden. Diese reichten in den vergangenen Monaten jedoch nicht mehr aus. "Es war immer schon sehr schwer durchzukommen. In den vergangenen Jahren sind immer mehr Leute, die wir zu versorgen haben, dazugekommen. Die Spenden alleine reichen daher nicht mehr, wir kämpfen ums Überleben", sagt Roschek. Die Fixkosten würden pro Monat rund 8000 Euro betragen. "Das sind Miete, Strom und Benzin. Die anderen Sachen sind da gar nicht miteingerechnet."

Finanzierung bis März

Um das Fortbestehen ihres Vereins zu sichern, hat sich Roschek daher an den zuständigen Landesrat Norbert Darabos gewandt. "Wir hatten vor Kurzem ein Gespräch, in dem er uns finanzielle Hilfe zugesagt hat. Und tatsächlich wurden uns nun 19.500 Euro überwiesen."

Mit der Finanzspritze vom Land sei die Tafel gerettet. Vorerst. "Mit dem Geld kommen wir bis etwa Mitte März durch. Wie es dann weitergeht, wissen wir nicht." Roschek hofft auf weitere Förderungen vom Land. "Von den Leuten draußen kommt viel Unterstützung, die finden das alle gut. Von der Politik hat sie bisher leider gefehlt. Dabei sind wir die größte private Tafel im Burgenland. Wir fühlen uns etwas alleine gelassen."

Aus dem Büro Darabos heißt es, dass man sich in dem kürzlich stattgefundenem Gespräch auf eine einmalige Subvention geeinigt habe. Die Tafel sei eine wichtige Einrichtung und verdiene daher auch die Unterstützung. Daher gab es auch erstmals von Seiten des Landes diesen Zuschuss. Ob der Verein auch zukünftig finanzielle Unterstützung bekommt, könne man derzeit noch nicht sagen. Konkrete Pläne würde es dazu nicht geben. Unterdessen hat Andrea Roschek einen Wunsch: "Es wäre toll, wenn uns der Herr Landesrat einmal besuchen kommt und sieht, wie viel Arbeit wir leisten."