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Chronik | Burgenland | Regionalumfrage
04/27/2019

Erfolgsmodell: 350.000 Fahrgäste im Eisenstädter Stadtbus

Der Stadtbus Eisenstadt wird gut angenommen. Jährlich sind damit rund 350.000 Menschen unterwegs - Tendenz steigend.

Das Thema öffentlicher Nahverkehr ist ein Dauerbrenner im Burgenland – im Süden wie im Norden. Ländliche Gebiete sind meist unterversorgt, in städtischen Strukturen ist es viel leichter, ein entsprechendes Öffi-Angebot zu schaffen. Das zeigt sich etwa am Beispiel Mattersburg, wo im Rahmen der KURIER-Umfrage für das Burgenland gefragt wurde, wie wichtig die Einführung eines City-Busses sei. Knapp zwei Drittel gaben an, die Einführung eines Stadtbusses sei sehr wichtig, 28 Prozent antworteten allerdings mit nicht wichtig. 7,8 Prozent der Befragten haben keine Meinung dazu.

Stadtbus Eisenstadt

Seit März ist der Citybus in Mattersburg unterwegs (der KURIER hat berichtet). Wie gut er angenommen wird, lässt sich erst nach einer gewissen Einführungsphase sagen.

Weiter ist da schon die Landeshauptstadt Eisenstadt, die den Stadtbus vor knapp 2,5 Jahren eingeführt hat – als erstes innerstädtisches öffentliches Nahverkehrssystem des Burgenlandes. Zunächst wurde mit drei Linien gestartet, seit September ist auch die vierte Linie mit dem Namen „Fanny“ in Eisenstadt unterwegs. Grund genug für Bürgermeister Thomas Steiner, die vier Linien einer Evaluierung zu unterziehen. Diese Überprüfung zeigt, dass die Fahrgastzahlen sukzessive steigen – täglich sind rund 1.400 Personen mit dem Stadtbus unterwegs. Hochgerechnet auf ein Jahr ergibt das, Wochenenden und Feiertage abgezogen, rund 350.000 Fahrgäste.

Konstante Auslastung

„Die Stadtbusse sind aus dem Straßenbild der kleinsten Großstadt der Welt nicht mehr wegzudenken“, sagt Steiner und verweist auf die positiven Effekte für den Klimaschutz. Dennoch habe die Evaluierung Verbesserungspotenziale ergeben, vor allem auf der neuen Linie „Fanny“. Deshalb wird die Route angepasst und künftig die neuen Haltestellen Leithabergstraße, Landhaus, Joseph-Haydn-Gasse, Schlossplatz und Pfarrgasse/Haydnbräu anfahren. Die übliche Route wird durch eine Extrarunde über Gartengasse, Joachimstraße, Domplatz, KUZ, Bürgerspitalgasse, Finanzamt, Langriedgasse, Römerweg, Gölbeszeile, Krautgartenweg, Feldstraße und zurück zum Bahnhof ergänzt.

Jetzt wird ein Stadtbus-Beirat als beratendes Gremium ins Leben gerufen, um das Nahverkehrsangebot weiterzuentwickeln. Die Anregungen aus der Bevölkerung sollen dadurch schneller umgesetzt werden.