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04/15/2021

Rebstöcke am Eisenberg sind frei zur Adoption

Das Weingut Polczer vom Eisenberg bietet erstmals Blaufränkisch auf Crowdfarming-Plattform an.

von Roland Pittner

Nicht jeder kann einen Rebstock sein Eigen nennen, schon gar nicht in den Top-Lagen am südburgenländischen Eisenberg. Das Weingut Polczer bewirtschaftet hier seit mehr als 100 Jahren ihre Lagen und macht mit der Online-Plattform crowdfarming.com genau das für Weinliebhaber möglich. Es gibt Blaufränkisch-Weinstöcke zur Miete für ein Jahr, als Entlohnung gibt es den fertigen Wein, die Arbeit erledigen die Profis vom Weingut.

Durch die Pandemie brachen für viele Winzer Märkte weg, vor allem die Gastronomie. Deshalb setzen immer mehr auf die Vermarktung im Internet, wie der Direktor des Österreichischen Weinbauverbands Josef Glatt erklärt. Seien es Online-Shops oder Online-Weinverkostungen, die von immer mehr Weinbauern forciert werden.

„Wir haben nach neuen Absatzwegen für unseren Wein gesucht und sind auf das Crowdfarming gestoßen“, sagt Polczer. Ziel der europaweiten Plattform ist es, eine direkte Verbindung zwischen Konsumenten und Produzenten aufzubauen. Die Kunden wissen, wo ihre Produkte herkommen, und die Bauern haben die Sicherheit, dass ihre Ware verkauft ist. Um aufgenommen zu werden, gibt es zahlreiche Vorgaben, wie etwa den Verzicht auf Plastik bei der Verpackung und den Verzicht auf schädliche Spritzmittel. Acht Monate hat der Aufnahmeprozess gedauert.

Nun bietet das Weingut um 90,73 Euro den „Crowdfarmern“ einen Rebstock Blaufränkisch für ein Jahr an. „Der Kunde bekommt ein Foto der Rebe, die genauen Koordinaten im Weingarten und eine Holz-Plakette mit seinem Namen“, sagt Regine Polczer. Über eine App halten die Winzer den Kontakt mit dem Investor und schicken immer wieder Fotos und Informationen, was sich gerade im Weingarten tut. Besuche sind auch erlaubt. Bis jetzt laufe es ganz gut an, mehr als 100 Rebstöcke sind vergeben. Die Probe-Phase endet in zwei Tagen. Im Mai bekommen die „Rebstock-Adoptiveltern“ sechs Flaschen Wein geliefert. „Wir hoffen auf viele neue Stammkunden und auch Besucher am Weingut“, sagt der Winzer. Rebstöcke gebe es noch genug.

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