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© ROLAND PITTNER /Roland Pittner

Raffel in Jennersdorf
06/11/2013

Bürgermeister glaubt an Investoren aus Finnland

Weiter Hoffen auf finnische Investoren, sonst wird das „Raffel“ zwangsversteigert.

von Roland Pittner

Das ehemalige Seminarhotel Raffel wird wohl zwangsversteigert. „Ich gehe davon aus, dass es im nächsten halben Jahr so weit sein wird“, erklärt Werner Dax, Masseverwalter der Liegenschaft mitten in Jennersdorf.

Wie der KURIER berichtet hat, schlitterte der Traditionsbetrieb im Vorjahr in die Insolvenz. Der Betrieb ist geschlossen. Eine finnische Investorengruppe hat das Hotel begutachtet und galt bis Anfang dieser Woche als potenzieller Käufer. Die Finnen haben jedoch bis Fristende kein Angebot gelegt. „Sie haben geprüft, ich hatte einen guten Eindruck“, sagt Dax. Eine kleine Möglichkeit bestehe noch, dass die nordeuropäischen Investoren ein Angebot legen. Verhandlungen mit anderen Interessenten sind schon gescheitert. Denn nicht nur das Hotel und Restaurant gehören zur Liegenschaft neben dem Jennersdorfer Rathaus, auch das Kulturzentrum.

„Gespräche mit anderen Investoren sind an der Gemeinde gescheitert“, erklärt Dax. Diese habe einen Zugang auf der Rückseite verhindert. Kein KonsensDie Oberwarter Siedlungsgenossenschaft wollte 17 Wohnungen in den oberen Stockwerken errichten, erklärt Geschäftsführer Alfred Kollar. Doch für ein „attraktives Projekt“ hätte die Siedlungsgenossenschaft ein Hofgebäude der Gemeinde schleifen müssen, damit die Mieter nicht vom Parkplatz durchs KUZ und den Hof zu ihren Wohnungen gehen müssen. „Den zwei Mietern im Haus haben wir Ersatzwohnungen im neuen Projekt angeboten“, sagt Kollar. Ohne Hofgrundstück musste die OSG passen.

Für Jennersdorfs Bürgermeister Willi Thomas (ÖVP) ist die finnische Investorengruppe noch im Spiel. „Aus zuverlässiger Quelle weiß ich, dass es noch immer Interesse gibt“. Dass es mit der OSG zu keiner Lösung gekommen ist, liege auch daran, dass sie „kein konkretes Angebot“ fürs Hofgebäude gelegt habe. „Es wurde nie diskutiert, wie viel das Haus kostet“, sagt Thomas. Er hofft jedenfalls auf eine schnelle Lösung und eine Weiterführung als Hotel. „In Jennersdorf fehlen die Fremdenzimmer“, sagt der Stadtchef.

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