© Andy Graf

Chronik Burgenland
07/30/2021

„pin ka“-Festival: Bildein trotz(t) Corona

Explizit kein Festival – aber ein Abend mit vier Bands im Südburgenland. In Wiesen haben hingegen die Frauen das Sagen.

von Michael Pekovics

Und es gibt sich doch. Während Veranstalter wie Ewald Tatar mit der Absage ihrer großen Events wie dem Frequency in St. Pölten hadern und gleichzeitig halb Österreich über den kroatischen Festival-Cluster diskutiert, haben die Bildeiner Pinkarocker einen Überraschungscoup gelandet: Am klassischen picture on-Wochenende, also dem zweiten im August, wird im Dorf ohne Grenzen wieder gerockt, wenn auch unter einem anderen Motto.

Denn veranstaltet wird mit dem „pin ka“ Festival am 14. August ein „kleineres, luftig-familiäres“ Format, wie die umtriebigen Veranstalter in ihrer Presseaussendung wissen lassen. „Für ein weiteres Jahr Pause war der Wunsch nach Livemusik zu groß. Außerdem verlernen wir sonst die ganzen Handgriffe bis zum nächsten picture on“, schmunzelt Claudia Kurz vom Organisationsteam.

Die Bands in Bildein

„pin ka“ Festival
Am 14. August in Bildein, Tickets um 44 Euro ab Freitag online via ntry.at/pin-ka-festival; mehr Infos auf pictureon.at

„Women of Wiesen“
Jazz Fest in Wiesen am 28. August, Einlass ab 14.30 Uhr, Tickets ab 78 Euro via oeticket.com; mehr Infos auf wiesen.at

Musikalisch gibt es wie gewohnt ein Querschnittsprogramm. „Granada“ aus Graz geben mit ihren sympathischen Mundarttexten den Headliner, während sich „Gewürztraminer“ dem Gipsy-Jazz verschrieben haben. „Skolka“, eine Ska- und Polka-Band aus dem Weinviertel, und „Le Craval“ mit ihrer Mischung aus Rock, Pop und Punk runden das Programm ab.

Das Kartenkontingent für das „pin ka“ Festival ist streng limitiert, Tickets gibt es ab diesen Freitag online sowie bei ausgewählten lokalen Vorverkaufsstellen (siehe pictureon.at).

Gerockt wird aber nicht nur im Pinkatal, sondern auch in der Erdbeergemeinde Wiesen im Bezirk Mattersburg – und das mit einem besonderen Motto: „Women of Wiesen“ nennt sich der Übertitel des heurigen Jazzfests und wie der Name schon sagt, stehen jazzige Frauen wie Rebekka Bakken, Prince Bassistin Ida Nielsen, Lash & Grey, Barbara Dennerlein und Cyrille Aimée im Mittelpunkt des Geschehens, Männer finden sich im Line-up dieses Mal nicht.

„Einerseits toll, dass es Initiativen wie WOW gibt, da sie ein Bewusstsein für mehr Gleichheit schaffen. Anderseits zeigen sie aber auch, dass es viel Nachholbedarf für uns Frauen auf diesem Gebiet gibt“, sagte Ida Nielsen bei der Präsentation in Wien.

Auch die österreichische Ausnahmemusikerin Lylit, ihres Zeichens Komponistin von Conchita, begrüßt die Idee: „Der Anteil auftretender Künstlerinnen bei Musikfestivals ist im Schnitt so gering, dass es vermutlich ohne ein Konzept wie dieses nicht geht. “

Die Idee zu „WOW! Women of Wiesen supported by Radio Superfly“ entwickelte sich aus der Zusammenarbeit der Wiesen-Geschwister Juliane und Franz-Peter Bogner, mit Isabelle Pfeifer von Bella Concerts, die die Künstlerinnen vermittelt hat.

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