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Nova Rock: Rotes Kreuz hatte viel zu tun, 2027 kommen "Die Ärzte"

Kalte Nacht, viele Einsätze und ein später Headliner: So verlief der Auftakt beim Nova Rock.
Eine Menschenmenge trägt eine Person beim Crowdsurfing, die mit den Händen ein Herz formt.

Der Auftakt des Nova Rock in Nickelsdorf ist aus Sicht der Einsatzkräfte ruhig verlaufen. Bis Freitag, 10 Uhr, wurden laut Rotem Kreuz 428 Festivalbesucher medizinisch versorgt, schwerwiegende Vorfälle blieben aus.

Die Einsatzkräfte behandelten vor allem kleinere Verletzungen, Kreislaufbeschwerden sowie wetterbedingte Beschwerden. Insgesamt 13 Personen wurden in ein Krankenhaus überstellt, zusätzlich war das Kriseninterventionsteam bei drei Einsätzen mit psychosozialer Unterstützung im Einsatz.

Ein Blick auf die Einsatzzahlen zeigt den Umfang des Aufgebots: Pro Tag und Nacht standen rund 110 bis 120 Sanitäter bereit, insgesamt waren 840 Sanitäter im Einsatz. Unterstützt wurden sie von acht bis neun Notärzten, sieben Rettungsfahrzeugen sowie einem Notarztwagen. Zudem gab es vier Versorgungsstellen vor Ort und einen Einsatz eines Rettungshubschraubers.

Die Nacht war kalt

Auffällig war laut Einsatzleitung vor allem die Kälte in der Nacht. Während tagsüber angenehme Bedingungen herrschten, sanken die Temperaturen in den Nachtstunden auf rund 6 Grad. Für viele Festivalgäste bedeutete das nach mehreren Stunden im Freien eine zusätzliche Belastung. Auch für die Einsatzkräfte war die Situation spürbar.

Zwei Sanitäter mit Trage stehen bei einem Open-Air-Konzert vor einer großen Bühne und beobachten die Menschenmenge.

Kalte Nacht, viele Einsätze und ein später Headliner: So verlief der Auftakt beim Nova Rock.

Um darauf zu reagieren, setzt das Rote Kreuz auf zusätzliche Maßnahmen wie die Beheizung der Versorgungszelte im Bühnenbereich und stellt bei Bedarf Wolldecken für Patienten und Mitarbeiter bereit. Gleichzeitig wird empfohlen, auch bei warmem Wetter am Tag an entsprechende Kleidung für die Nacht zu denken.

Volbeat als Stimmungsmacher

Musikalisch wurde der Donnerstag von Volbeat als Headliner auf der Hauptbühne abgeschlossen. Die Band präsentierte sich als Stimmungsmacher und bot ein Set zwischen härterem Rock und bekannten Stücken. Songs wie „For Evig“ und „Still Counting“ bildeten den Abschluss und wurden vom Publikum mitgetragen. Auch das Cover von „Ring of Fire“ sowie „Sad Man’s Tongue“ waren Teil des Auftritts.

Zuvor waren weitere Acts auf den Bühnen zu sehen. Auf der Red Stage trat Bad Omens als Headliner auf und präsentierte eine durchgetaktete Show zwischen Metalcore und Pop. Trivium spielten auf der Blue Stage und setzten auf eine Produktion mit Pyrotechnik, komplexen Gitarrenparts und einer Mischung aus aggressivem Gesang und Melodie. Die Band war bereits mehrfach beim Festival zu Gast.

Mehrere Musiker treten auf einer großen Bühne mit Pyrotechnik und dem Schriftzug „TRIVIUM“ im Hintergrund auf.

Kalte Nacht, viele Einsätze und ein später Headliner: So verlief der Auftakt beim Nova Rock.

Weitere Auftritte kamen unter anderem von Soul Asylum, die ihren bekannten Song „Runaway Train“ spielten, sowie von den Sex Pistols feat. Frank Carter und Tom Morello, der auch politische Botschaften zeigte.

Am Ende des Auftritts von Volbeat wurden zudem erste Acts für 2027 angekündigt: Die Ärzte, Motionless in White und The Butcher Sisters sollen im kommenden Jahr in Nickelsdorf auftreten.

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