Lokalaugenschein: So geht es den Flüchtlingen am Grenzübergang Nickelsdorf

Lokalaugenschein: So geht es den Flüchtlingen am Grenzübergang Nickelsdorf
Lokalaugenschein am Grenzübergang: Hier werden die Daten von ukrainischen Kriegsflüchtlingen, die in Österreich bleiben wollen, aufgenommen.

„Erfassungsdienststelle“ nennt sich das erste Gebäude, das ukrainische Kriegsvertriebene auf österreichischem Boden betreten – vorausgesetzt, sie kommen über die ungarische Autobahn ins Land und haben vor, hier zu bleiben.

In Nickelsdorf ist diese Dienststelle in einer Containerhalle untergebracht. Sie steht seit 2015 an der österreichisch-ungarischen Grenze und wurde damals als Registrierungsstelle für massenhafte Flüchtlingsbewegungen konzipiert.

Rainer Erhart, Leiter der burgenländischen Fremden- und Grenzpolizei, nennt Nickelsdorf noch immer einen „Brennpunkt der Migration“. 2022 stellt sich allerdings ein gänzlich anderes Bild als 2015 dar. Die Situation erinnert eher an reguläre Grenzkontrollen aus früheren Zeiten: Jedes Fahrzeug wird überprüft. Zur Datenerfassung werden nur jene ukrainischen Staatsbürger gebeten, die angeben, in Österreich bleiben zu wollen. Wer auf der Durchreise ist, darf die Fahrt in das Zielland ohne Registrierung in Österreich fortsetzen.

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