© KH Barmherzige Brüder Eisenstadt

Chronik Burgenland
02/01/2020

Neues Schlaflabor: Hilfe bei Schlafstörungen

Im Schlaflabor des Krankenhauses Eisenstadt wird den Ursachen auf den Grund gegangen

von Claudia Koglbauer-Schöll

Schon zeitig in den Federn gewesen und morgens doch müde? Dann sind Sie nicht alleine.

Beinahe jeder Dritte klagt bereits über Einschlafstörungen, jeder zweite über Durchschlafstörungen. Die Tendenz: steigend.


Im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Eisenstadt hat man auf die Entwicklung reagiert. An der Abteilung für Neurologie nimmt nun ein neues Schlaflabor mit zwei Untersuchungsplätzen seinen Betrieb auf – es ist eines von acht in ganz Österreich.

 

Die Gründe für Schlafstörungen sind sehr vielseitig, es gibt rund 100 verschiedene. An den schlafbezogenen Atemstörungen leiden zwischen fünf und zehn Prozent der Bevölkerung. Zurückzuführen sei das unter anderem auf die Zunahme der sogenannten „Volkskrankheiten“: Schlaganfälle, Erkrankungen durch psychische Stressfaktoren und eine höhere Lebenswartung spielen dabei eine große Rolle.

 

In Österreich gibt es derzeit etwa 40 Schlaflabors, die schwerpunktmäßig die bekannteste und am häufigsten auftretende Erkrankung, die sogenannten „Obstruktive Schlafapnoe“ behandeln. Labors, die diese Form der Schlafstörung untersuchen bzw. behandeln, sind im Krankenhaus Oberpullendorf und nun auch in Eisenstadt zu finden.

Verengung der Atemwege

Gekennzeichnet sind diese Lungen- oder Atemwegserkrankungen durch Verengungen der Atemwege. Das macht sich etwa durch Schnarchen, Atempausen und ausgeprägte Tagesmüdigkeit bemerkbar.

Doch es gibt auch andere Ursachen, die am KH Eisenstadt untersucht werden.
„Beispielsweise leiden Patienten mit Herzschwäche oder Muskelerkrankungen häufig an schlafassoziierten Atemstörungen.

Durch unzureichend weiterführende Diagnosen haben sich Patienten in ihrem Zustand oft alleine gelassen gefühlt,“ sagt Primarius Dimitre Staykov, Vorstand der Neurologie am KH der Barmherzigen Brüder in Eisenstadt.

Völlig neues Angebot

Mit dem neuen Angebot habe man nun „eine wichtige Ergänzung des Diagnostik- und Behandlungsspektrums von schlafassoziierten Erkrankungen im Burgenland geschaffen, die es bisher nicht gab“, führt die Leiterin des Schlaflabors, Astrid Toth, aus.

Neben den schlafbezogenen Atemstörungen lege man den Fokus auf Erkrankungen im neurologischen Fachgebiet.

Dazu zählen Schlafwandeln, unklare Beinbewegungen, nächtliche epileptische Anfälle, vermehrtes Schlafbedürfnis und Schlafstörungen, die bei einer psychiatrischen Erkrankung auftreten können.

Der erste Patient

Manfred Mörk aus Großwarasdorf ist der erste Patient, der sich in dem neuen Schlaflabor in Eisenstadt einer Untersuchung unterzieht.

„Morgens bin ich immer furchtbar müde, obwohl ich früh ins Bett gehe und das Gefühl habe, auch durchzuschlafen“, schildert Mörk.

Nicht nur die Ursache der Schlafstörung wird geklärt: Die Patienten bekommen auch Beratungen und Therapieleitungen.

Angeboten werde „das gesamte Spektrum medikamentöser und apparativer Behandlungsmethoden“ sowie – in Kooperation mit der HNO-Abteilung im Hause – auch operative Therapieverfahren.

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