Chronik | Burgenland
06.01.2014

Mattersburger Hügelland ist nun Europaschutzgebiet

Verordnung der burgenländischen Landesregierung machte es im Dezember amtlich.

Dass das Mattersburger Hügelland irgendwann als Natura-2000-Gebiet tituliert wird, war seit Jahren bekannt. Doch nun ist es offiziell. Mit der Verordnung der burgenländischen Landesregierung per Dezember 2013 gelten die 3060 Hektar (siehe Zusatz) im Nordburgenland offiziell als „ Europaschutzgebiet Mattersburger Hügelland“.

Die Natur kenne keine Grenzen, so Landesrat Andreas Liegenfeld (VP). Aus diesem Grund habe die Europäische Union das Programm Natura 2000, ein europaweites, ökologisches Netz besonderer Schutzgebiete zur Sicherung seltener Lebensräume und Arten, entwickelt.

„Das Land Burgenland leistet im Bereich des Natur- und Umweltschutzes hervorragende Arbeit und nimmt hier heute eine Vorreiterrolle ein“, sagt Liegenfeld. Derzeit gibt es bereits 16 Natura-2000-Gebiete mit einer Gesamtfläche von rund 109.800 Hektar. Dies entspricht einem Anteil von knapp 30 Prozent der Landesfläche. „Damit liegt das Burgenland mit deutlichem Abstand an der Spitze Österreichs.“ Das sei von großer Bedeutung für den ländlichen Raum, erklärt der Landesrat.

„Ich freue mich, dass es in der Region ausgewiesene Schutzgebiete gibt. Dadurch bleiben für die Bevölkerung wichtige Naherholungsgebiete erhalten“, meint Mattersburgs Bürgermeisterin Ingrid Salamon (SP).

Der Marzer Bürgermeister, Gerald Hüller (VP), sieht im Europaschutzgebiet Mattersburger Hügelland „eine raumplanerische Maßnahme“. Die Region würde davon nicht „unmittelbar“ profitieren. Der Tourismus etwa wird seiner Meinung nach nicht angekurbelt werden.