© Koglbauer Claudia

Raiding
10/22/2019

Liszt Festival huldigt Beethoven mit einem „Hammer-Programm“

Der musikalische Reigen wird 2020 auf 22 Konzerte erweitert. Neben Liszt wird Beethoven im Mittelpunkt stehen.

von Claudia Koglbauer-Schöll

Exakt zum 208. Geburtstag des großen Komponisten Franz Liszt am 22. Oktober wurde in Raiding präsentiert, wie man den vielseitigen Aspekten des Genius Loci Rechnung zu tragen gedenkt. Als einer der bekanntesten Klaviervirtuosen hat Liszt nicht nur in vielen unterschiedlichen Stilen und Gattungen komponiert. Groß war auch die Verehrung Liszt’s für seinen Vorgänger Ludwig van Beethoven.

Zwischen den beiden Giganten der Musikgeschichte gibt es etliche Gemeinsamkeiten. So nimmt das List Festival Raiding den 250. Geburtstag Beethovens zum Anlass, diese Seelenverwandtschaft in das Konzert-Programm 2020 einfließen zu lassen.

Neuerungen im kommenden Jahr

Die künstlerischen Leiter Eduard und Johannes Kutrowatz gewährten zum Geburtstag Liszts einen Ausblick auf die Konzerte, die sie in der neuen Saison dem Publikum zu Gehör bringen werden. Dabei wolle man, wie gehabt, bei den drei Konzert-Blöcken im März, Juni und Oktober bleiben. Neuerungen sind dennoch angesagt. „Wir werden das Programm – sehr selbstbewusst und aufgrund der Publikumswünsche – auf 22 Konzerte ausweiten“, erläuterte Eduard Kutrowatz. Während dieses Jahr etwa 9.000 Besucher gezählt wurde, strebe man an, die Zahl im neuen Jahr auf 12.000 zu steigern.

Highlights

In allen Bereichen des Festivals wolle man Beethoven und seine wichtigsten Werke präsentieren. Die Hälfte aller Konzerte werden „Meisterwerke und Highlights“ aus dem Schaffen Beethovens enthalten. Diese, so der Plan, sollen auf vielfältige Weise in Beziehung zu den Werken von Liszt gesetzt werden.

„Es wird ein Hammer-Programm, man kann es nicht anders nennen“, sagte Intendant Johannes Kutrowatz am Dienstag. Eine große Neuerung sei auch die Erweiterung des Orchesterzyklus, der mit drei Orchestern bestritten werde: Der Wiener Akademie, dem Liszt Festival Orchester und dem Wiener Kammerorchester.

Musiker aus aller Welt

Eröffnet wird die Festspielsaison jedenfalls am 19. März mit den bekannten Werken der großen Komponisten: Liszts Ungarischen Rhapsodien und Beethovens Schicksalssymphonie.

Für Musikgenuss werden Musiker aus aller Welt sorgen. Im „künstlerischen Kernstück“, dem Klavierzyklus sind 2020 die Pianisten Ketevan Sepashvili, Kateryna Titova und Boris Giltburg zu hören. Erstmals dabei ist die indische Pianistin Shani Diluka. Sie werde sich "besonders mit den 'leisen' Tönen von Liszt und Beethoven" beschäftigen. Im Mittelpunkt stehe dabei die "Mondscheinsonate".

Mit Elisabeth Kulman wird Eduard Kutrowatz Geschichten für Kinder und Erwachsene erzählen. Der aus den „Rosenheim Cops“ bekannte Schauspieler und Sänger Max Müller wirkt im Oktober beim „Karneval der Tiere“ mit.

Und die Wiener Pianistin Gerda Struhal werde einen "künstlerischen Marathon" darbieten.

Einen Auftritt hat Schauspielerin Julia Stemberger im Juni: Gemeinsam mit Tenor Norbert Ernst und Andrea Linsbauer am Klavier gestaltet das Trio einen Abend, an dem Stemberger Beethovens Briefe an die "unsterbliche Geliebte" und das "Heiligenstädter Testament" rezitieren wird.

Der Rückblick auf das vergangene Festspieljahr sei übrigens nicht nur in künstlerischen Belangen ein erfolgreiches gewesen. Auch der kaufmännische Leiter, Thomas Mersich, zieht eine positive Bilanz. Die Auslastung sei heuer bei 90 Prozent gelegen. „Beim Kartenverkauf war – abgesehen vom Lisztjahr 2011 – heuer das bisher beste Jahr.“

Seit die Brüder Kutrowatz 2009 die Intendanz übernommen haben, hat sich viel getan. Damals, so Mersich, habe es zehn Konzerte und 4.500 Besucher gegeben. Mittlerweile hätten sich die Zahlen "mehr als verdoppelt".

www.lisztfestival.at

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