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Chronik Burgenland

Landwirtschaft: Kammerwahl in einem "herausfordernden" Jahr

Standesvertreter blicken trotz schwieriger Bedingungen „mit Zuversicht“ ins neue Jahr. Noch keine Einigung mit Land über Budget, Landwirtschaftskammerwahl am 26. März.

von Michael Pekovics

01/11/2023, 07:13 PM

„Leicht“ waren die Arbeitsjahre für die Bauern wohl noch nie. Zumindest nicht in der jüngeren Vergangenheit. Denn wie die meisten Branchen leidet auch die Landwirtschaft unter den Folgen der Pandemie, der explodierenden Preise und steigenden Produktionskosten – auch wenn die erwarteten Erlöse für das Vorjahr um durchschnittlich 25 Prozent steigen sollen.

Im Burgenland wird die problematische Gemengelage um einen weiteren Faktor ergänzt – zumindest für die Standesvertretung. Denn noch immer wartet die Landwirtschaftskammer auf eine Einigung mit dem Land über das Budget für das heurige Jahr.

Laut SPÖ-Regierungsprogramm hätte das neue Landwirtschaftskammer-Gesetz bereits im Vorjahr in Kraft treten sollen. Derzeit laufe aber noch ein „Konsolidierungsprozess“, heißt es aus dem Büro der zuständigen Landeshauptmann-Stellvertreterin Astrid Eisenkopf (SPÖ). Damit solle die Landwirtschaftskammer „nachhaltig“ aufgestellt werden – personell wie strukturell.

Appell ans Land

Am Mittwoch appellierten deren Präsident Nikolaus Berlakovich (ÖVP) und der neue Kammerdirektor Josef Kugler an das Land auf eine „rasche Einigung, damit 2023 ein reibungsloses Arbeiten“ stattfinden kann. Etwa im Bereich der Beratungen, rund 62.000 Mitglieder hätten davon im Vorjahr Anspruch genommen.

„Wir wollen weiter die erste Anlaufstelle für alle landwirtschaftlichen Betriebe und Grundstücksbesitzer sein“, sagte Berlakovich und verwies weiters auf die 12.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei 630 durchgeführten Veranstaltungen, 80 davon fanden landesweit statt. „Diese flächendeckende Information und Beratung schafft nur die Landwirtschaftskammer. Deshalb mein Appell ans Land, diese auch finanziell abzusichern.“

Herausforderung

Außerdem gaben die beiden eine Vorschau auf das heurige Agrarjahr. Das werde wie auch schon 2022 eine „Herausforderung“. Zum Beispiel aufgrund der neuen GAP-Periode (Gemeinsame Agrarpolitik der EU) und den neuen Förderanträgen, aber auch aufgrund der EU-Richtlinien im Zuge des „Green Deal“. „Da muss überarbeitet werden“, fordert Berlakovich.

Wie zufrieden die Mitglieder mit ihrer Standesvertretung sind, wird sich am 26. 3. zeigen. An diesem Tag sind über 58.000 Stimmberechtigte zur Landwirtschaftskammerwahl aufgerufen.

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