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Schwere Geburt: Neue Landesfeuerwehrzentrale wird gebaut

Ein Teil der Gebäude wird abgerissen und neu errichtet, andere generalsaniert. Kosten: 30,5 Millionen Euro, fertig ist die neue Zentrale im Herbst 2029.
Neue Feuerwehrzentrale Burgenland

Seit 2013 werden Pläne über Generalsanierung oder Neubau der Landesfeuerwehrzentrale in Eisenstadt gewälzt – damals regierten noch SPÖ und ÖVP im Proporz. Eine Entscheidung blieb auch unter Rot-Blau und der roten Alleinregierung von 2020 bis 2025 aus. 

Am Mittwoch ließen der zuständige Landesrat Heinrich Dorner (SPÖ), Jutta Benedek von der Landesimmobiliengesellschaft LIB und Landesfeuerwehrkommandant Franz Kropf weißen Rauch aufsteigen.

Die Vorarbeiten für Neu- und Umbau starten im Frühjahr 2027, im Frühsommer ist der offizielle Spatenstich geplant mit der Fertigstellung ist im Herbst 2029 zu rechnen. Mit der Generalplanung wurde nach einer Ausschreibung die Architekturwerkstatt beauftragt. Die LIB finanziert die 30,5 Millionen Euro vor, die Feuerwehr stottert die Kosten in Jahrzehnten über die Miete ab. 2020 war übrigens noch von rund 15 Millionen Euro die Rede gewesen.

Das bestehende Gebäude stammt aus den 1960er-Jahren und entspreche nicht mehr den heutigen Anforderungen. „Im Sommer ist es zu heiß, im Winter zu kalt“, formulierte Dorner. Betriebs- und Instandhaltungskosten belaufen sich mittlerweile auf einen sechsstelligen Betrag.

Neubau von West- und Osttrakt

Drei Gebäude unmittelbar nach der Einfahrt aufs Areal werden abgerissen. Der Neubau wird einen Verwaltungs- und Schultrakt, einen Sozialtrakt und das Internat mit moderner Küche und 18 Zimmern beherbergen. Verbunden werden die zwei Trakte durch einen Gebäudeteil mit Lehrsälen, die zu einem großen Veranstaltungssaal verbunden werden können. Im neuen Untergeschoß entsteht eine Tiefgarage mit 120 Stellplätzen und sieben E-Ladestellen. Die bestehende PV-Anlage wird erweitert und ein 100 kW-Speicher aufgestellt.

Der Neu- und Umbau soll bei laufendem Betrieb erfolgen, versprach Benedek. Dafür soll im jetzigen Feuerwehrmuseum, das abgesiedelt wird, Platz geschaffen werden, in diesen Räumlichkeiten soll während der Bauarbeiten der Betrieb weiterlaufen. Die bebaute Fläche liege bei 5.750 Quadratmetern, die neue Bodenversiegelung sei „minimal“. Zu Übungszwecken werden auf dem Areal auch ein „kurzes Autobahnstück“ und ein Gleiskörper errichtet. 

Kropf sprach von einem „Meilenstein für das burgenländische Feuerwehrwesen“. Die neue Ausbildungsstätte werde nun „dem gerecht, was wir in den nächsten Jahrzehnten brauchen“, so der Landesfeuerwehrkommandant. Auf KURIER-Nachfrage erklärte der Jennersdorfer, sich für die nächste Funktionsperiode erneut bewerben zu wollen. Die Wahlen finden etwa in einem Jahr statt, als Abschluss eines Feuerwehr-Wahljahres, das mit der Kür der Ortskommandanten beginnt.

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