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Burgenland
10/24/2014

Klage gegen Helene Fischer fix

Pensionist Heimo Eitel klagt den Schlagerstar wegen Diskriminierung.

von Claudia Koglbauer-Sch├Âll

Viele bezweifelten, dass der Bad Sauerbrunner Pensionist Heimo Eitel es mit seiner Ank├╝ndigung ernst meint, den deutschen Schlagerstar Helene Fischer zu klagen. Aber er zieht es durch: Eitel hat vor wenigen Tagen beim Bezirksgericht Mattersburg Klage wegen Diskriminierung von Behinderten eingebracht.

Das best├Ątigt der Sprecher des Landesgerichtes Eisenstadt. Die Klage sei aber in Deutschland, bei Frau Fischer, noch nicht zugestellt worden, hie├č es am Freitag.

Heimo Eitel wird an sich von der Wiener Rechtsanw├Ąltin Astrid Wagner vertreten, die Klage hat der k├Ârperlich behinderte Burgenl├Ąnder nun aber selbst eingebracht. "Ich h├Ątte noch etwas gewartet, aber wahrscheinlich war Herr Eitel schon so ungeduldig", vermutet die Juristin. Mitarbeiter ihrer Kanzlei seien w├╝st beschimpft worden, als sie diesen Fall ├╝bernommen habe.

Auch ihr Mandant habe sich im Zuge der medialen Berichterstattung einiges gefallen lassen m├╝ssen. So wurde der 63-J├Ąhrige in einem deutschen Magazin als "Alkoholiker, Messie und Schmarotzer" verunglimpft. Wagner bereitet nun eine Medienklage gegen die Zeitschrift vor.

Au├čergerichtlich

Im Fall der Diskriminierungsklage gegen Helene Fischer sei sie optimistisch, dass es noch eine au├čergerichtliche L├Âsung geben k├Ânnte. Eitel w├╝nschte sich eine pers├Ânliche Entschuldigung des 30-j├Ąhrigen Schlagerstars.

Dabei war ein fehlendes Gespr├Ąch der Stein, der das Ganze ins Rollen gebracht hat: Heimo Eitel behauptet, dass die S├Ąngerin im Juli vor ihrem Auftritt bei der Schlagernacht in M├Ârbisch um ihn und eine Gruppe von Behinderten "einen gro├čen Bogen gemacht und uns ausgelacht" habe. Und das, obwohl sie vom Wunsch, mit ihr kurz zu sprechen, informiert gewesen sein soll. "Ich habe ihr im Mai einen eingeschriebenen Brief nach Hamburg geschickt, dass ich ihr in M├Ârbisch Geschenke zu ihrem Geburtstag ├╝berreichen will. Und der Brief ist von der Post auch ├╝bergeben worden", hat Eitel ausforschen lassen.

Fischer hat die Vorw├╝rfe in der Bild-Zeitung bestritten: "Es liegt mir fern, jemanden in irgendeiner Weise zu diskriminieren, und ich habe das auch noch nie getan."

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