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Chronik Burgenland
02/24/2020

FPÖ Burgenland vor Kampfabstimmung: Petschnig gegen Haidinger

Herausforderer für Ex-Landesrat Alexander Petschnig um den Parteivorsitz: Manfred Haidinger tritt gegen den Kärntner an.

von Thomas Orovits

Der FPÖ steht nach dem Abschied aus der Landesregierung eine Zerreißprobe bevor: Am Landesparteitag am 7. März wird neben Ex-Landesrat Alexander Petschnig auch der frühere Landtagsabgeordnete Manfred Haidinger (57) kandidieren.

Das hat der Bundesheer-Gewerkschafter via Facebook bekanntgegeben: "Nachdem ich schon im FPÖ Burgenland Präsidium und auch im Vorstand kundgetan habe, dass ich kandidieren werde, kann ich natürlich auch hier feststellen, dass ich am 7.3.2020 als LPO der FPÖ B kandidieren werde", so Haidinger in einem Eintrag am Samstagabend.

Tschürtz: "Kein Problem"

Für Hans Tschürtz, der seit 2005 Parteichef der Blauen war und diese Funktion nach der Landtagswahl am 26. Jänner zurückgelegt hat, ist die Kampfabstimmung "kein Problem". Wer mehr als 50 Prozent der Stimmen bekomme, sei der neue Parteichef, der werde mit jedem zusammenarbeiten und ihn unterstützen, so der Klubobmann der vierköpfigen FPÖ-Fraktion im Landtag.

Alexander Petschnig (46), seit 2015 mit Tschürtz in der rot-blauen Landesregierung und für Wirtschaft und Tourismus zuständig, war nach der Landtagswahl vom siebenköpfigen FPÖ-Präsidium mit sechs Stimmen bei einer Enthaltung zum Nachfolger designiert worden.

Gewählt werden sollte der gebürtige Kärntner, der im Bezirk Neusiedl am See lebt, beim Parteitag am 7. März.

Jetzt gibt es also einen Gegenkandidaten. Er habe damals im Präsidium deponiert, dass er antreten wolle, so Haidinger am Montag zum KURIER, aber damals sei nur über Petschnig abgestimmt worden, er selbst habe bei dieser Abstimmung den Raum verlassen, so der Gegenkandidat.

Wenn es nicht noch weitere Kandidaten gibt, ist jetzt schon fix, dass die burgenländische FPÖ künftig von einem Nicht-Burgenländer geführt wird - Petschnig ist gebürtiger Kärntner, Haidinger wurde in Wien geboren, ist aber in Niederösterreich aufgewachsen.

Eine Gemeinsamkeit zwischen Petschnig und Haidinger ist aber verbrieft, beide sind der Liebe wegen ins Burgenland gezogen. Haidinger 2005, Petschnig einige Jahre später.

Welche inhaltlichen Positionen er vertritt, will Haidinger erst am Parteitag verkünden, eine Spaltung der FPÖ fürchtet er nicht, sagte er am Montag.

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