Chronik | Burgenland
07.02.2017

Kärntner könnte Vorarlberger als Burgenlands Tourismuschef folgen

Mario Baier (li.) mit seinen politischen Chefs, LH Hans Niessl und Landesrat Alexander Petschnig © Bild: Bgld. Landesmedienservice

Mario Baier geht nach sieben Jahren, Hannes Anton könnte sein Nachfolger werden.

Folgt auf einen Vorarlberger ein Kärntner als burgenländischer Tourismusdirektor? Nach dem überraschenden Rücktritt des gebürtigen Bregenzers Mario Baier per Ende Februar wird über die Nachfolge spekuliert. Immer wieder genannt wird Hannes Anton. Der 53-jährige Kärntner ist seit knapp zwei Jahren Tourismuschef in Podersdorf am See, der wichtigsten Tourismusgemeinde nach Bad Tatzmannsdorf.

Ob er sich bewirbt? "Ich schließe gar nichts aus", sagt Anton zum KURIER. Aber sein Vertrag in der Seegemeinde laufe noch drei Jahre, derzeit sei ein Wechsel "überhaupt kein Thema". Im Büro des zuständigen Landesrates Alexander Petschnig (FPÖ) hält man große Stücke auf Anton. Er wisse nicht, ob sich Anton bewerbe, aber angesichts seiner Leistungen in Podersdorf wäre er "ein heißer Kandidat", meint Petschnigs Büroleiter Daniel Jägerbauer.

Apropos: Petschnig stammt ebenfalls aus Kärnten und Anton saß von 2009 bis 2014 für die Kärntner Blauen im Landtag. Der frühere Podersdorfer ÖVP-Bürgermeister Andreas Steiner, unter dessen Ägide Anton verpflichtet wurde, sähe einen vorzeitigen Abgang ungern. "Anton hat in Podersdorf einiges bewegt und ich gehe davon aus, dass er seinen Vertrag erfüllt".

"Kein Druck"

Dass er den Burgenland Tourismus nach fast sieben Jahren just jetzt verlasse, sei eine "persönliche Entscheidung", versichert Baier, der vor seinem Burgenland-Engagement Tourismuschef im Piemont war. Nachdem er die gesteckten Ziele – drei Millionen Übernachtungen, eine Million Ankünfte, eine Milliarde Euro touristische Wertschöpfung – erreicht habe, könne er mit 52 Jahren etwas Neues beginnen. Dem Tourismus wird er wohl treu bleiben – "das ist meine Welt".

Dass die neue Prokuristin im Burgenland Tourismus, die Kärntnerin Raphaela Schaschl, seinen Handlungsspielraum sehr eingeschränkt habe, weist Baier zurück, "das stimmt überhaupt nicht". Politischen Druck vom blauen Landesrat habe er auch keinen verspürt. Er habe im Laufe der Jahre mit allen zuständigen Ressortchefs eine "gute Gesprächsbasis" gehabt, das seien alles "umgängliche Menschen".

Schaschl dürfte Baier interimistisch folgen, der oder die Neue an der Tourismus-Spitze in 2 bis 3 Monaten fix sein.