Aufschwung hält an: Industrie wird optimistischer
Die Industriekonjunktur im Burgenland zeigt eine leichte Erholung, bleibt jedoch von Unsicherheiten geprägt.
Die Industriekonjunktur Burgenland zeigt im ersten Quartal 2026 eine leichte Erholung. Laut Konjunkturumfrage von Industriellenvereinigung Burgenland und Wirtschaftskammer Burgenland setzt sich damit ein Aufwärtstrend fort, der bereits im Vorquartal begonnen hat. Die Werte liegen inzwischen über dem gesamtösterreichischen Durchschnitt und erreichen etwa das Niveau des zweiten Quartals 2023.
Die aktuelle Geschäftslage wird ähnlich wie im letzten Quartal 2025 eingeschätzt, mit leicht positiver Tendenz. Auch die Auftragsbestände haben angezogen, bleiben im längerfristigen Vergleich jedoch auf eher niedrigem Niveau. 52 Prozent der Unternehmen sprechen von durchschnittlichen Aufträgen. Die Auslandsaufträge stagnieren hingegen knapp über der Nulllinie und konnten sich nicht weiter verbessern.
Positiv entwickelt sich die Einschätzung des Beschäftigtenstandes. 24 Prozent der Unternehmen erwarten steigende Mitarbeiterzahlen, während 63 Prozent von stabilen Beschäftigten ausgehen. Auch bei den Verkaufspreisen rechnen 89 Prozent mit gleichbleibenden Werten, Erwartungen an sinkende Preise sind nicht mehr vorhanden.
Optimistisch fällt der Blick auf die kommenden Monate aus. Die Einschätzung der Geschäftslage in sechs Monaten erreicht den höchsten Stand seit 2020. 14 Prozent erwarten eine gute Entwicklung, 82 Prozent eine durchschnittliche, nur 4 Prozent eine schlechte.
IV-Burgenland-Geschäftsführerin Aniko Benkö erklärt: „Wir sehen eine langsame Erholung, die seit zwei Quartalen anhält und diesen Schwung hoffentlich weiter mitnehmen kann“.
Gleichzeitig verweist sie auf Belastungen durch neue Regelungen: „Alleine in den letzten Jahren ist die Belastung in den Unternehmen enorm gestiegen“. Die stagnierenden Auslandsaufträge zeigen zudem den internationalen Druck. Insgesamt bleibt der Aufschwung angesichts geopolitischer Krisen fragil.
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