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Chronik Burgenland
09/07/2021

Fusion nach zehn Jahren: Wirtschaft Burgenland schluckt Regionalmanagement

Ab 2022 gibt es nur noch eine Förderstelle des Landes, 40 Mitarbeiter werden übernommen.

von Thomas Orovits

Schon vor mehr als zehn Jahren stand die Fusion von Wirtschaftsservice Burgenland AG und Regionalmanagement GmbH auf der Tagesordnung. Im Mai 2011 hatte die damalige rot-schwarze Landesregierung zwecks Kosteneinsparung die Zusammenlegung der beiden 100-prozentigen Landestöchter ins Auge gefasst – verlor sie aber nach mehreren unergiebigen Anläufen wieder aus den Augen.

"Fusion war überfällig"

Nun wird die Verschmelzung mit 1. Jänner 2022 doch noch umgesetzt, verkündete Wirtschaftslandesrat Leonhard Schneemann (SPÖ) am Montag in Eisenstadt. Dass die Fusion noch einmal geprüft werde, hatte Schneemann knapp nach seinem Amtsantritt im Vorjahr angekündigt. Eine Hürde für die Fusion ist schon seit 2015 beseitigt, als die Wirtschaftsservice AG in eine GmbH umgewandelt wurde; später folgte die Umfirmierung in Wirtschaft Burgenland GmbH (WiBUG).

Für WiBUG-Geschäftsführer Harald Zagiczek war die Fusion überfällig, nun gebe es nur noch „eine operative Förderstelle“. WiBUG (früher WiBAG) und Regionalmanagement (RMB) wurden Mitte der 1990-er Jahre bei Österreichs EU-Beitritt gegründet.

70 Mitarbeiter

Die WiBUG mit 35 Mitarbeitern ist Förderstelle des Landes, siedelt Betriebe an, fängt strauchelnde Firmen auf und betreibt Businessparks; das RMB (40 Mitarbeiter) fördert regionalpolitische Maßnahmen mit EU-Mitteln und managt die Naturparke. Die meisten RMB-Mitarbeiter wandern zur WiBUG, eine Handvoll wechselt in die Abteilung 9 des Landes, wo künftig die Verwaltung des Europäischen Sozialfonds (ESF) angesiedelt wird.

Harald Horvath, seit 2013 Alleingeschäftsführer des RMB, wird Prokurist in der WiBUG, der Name RMB verschwindet. Die beiden Firmen sollen im Technologiezentrum Eisenstadt auch räumlich zusammengeführt, Mitarbeiter beider Seiten vermischt werden.

Forschungs-Nachzügler

Innerhalb der WiBUG werden, wie angekündigt, die Risikokapitalfonds Athena Burgenland Beteiligungen AG und BRB Burgenländische Risikokapital Beteiligungen AG fusioniert. „Wir wollen die Fonds zusammenführen, weil das Beteiligungsportfolio ähnlich ist“, begründete der zweite WiBUG-Geschäftsführer Michael Gerbavsits.

Außerdem werden die Forschungsagenden mit Schwerpunkt erneuerbare Energie in die WiBUG eingebracht. Die wissenschaftliche Forschung bleibt in der Forschung Burgenland GmbH, an der die WiBUG 24,9 Prozent übernimmt. Zweck der Übung: Das Burgenland will seine mickrige Forschungsquote aufpäppeln – auch darüber wird schon seit mindestens zehn Jahren geredet.

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