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Chronik Burgenland
11/29/2019

Doskozil kündigt neues Krankenhaus für das Nordburgenland an

Der Raum Neusiedl/Weiden/Gols ist als möglicher Standort für die Verlegung des Krankenhauses Kittsee im Gespräch.

von Michael Pekovics

Das Burgenland bekommt ein neues Krankenhaus. Und damit ist nicht der seit Jahren geplante Neubau des Oberwarter Spitals gemeint, sondern das Nordburgenland.

Am Freitagvormittag kündigte Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) bei einer Pressekonferenz in Parndorf an, dass Planungen für ein zentral gelegenes Krankenhaus im Bezirk Neusiedl am See begonnen werden. Der Raum zwischen Neusiedl/Weiden/Gols wird als möglicher Standort ins Auge gefasst.

Standort in Kittsee wurde geprüft - und wird verlegt

Grundlage dafür ist ein Gutachten, das im Rahmen der Erstellung des Masterplans Gesundheit in Auftrag gegeben wurde. Das Grazer Entwicklungs- und Planungsinstitut für Gesundheit (EPIG) hat Anliegen und Wünsche der Bevölkerung geprüft und auch den aktuellen Standort in Kittsee unter die Lupe genommen.

Das dortige Krankenhaus befindet sich in einer geografisch eher ungünstigen Lage und liegt nahe zum Krankenhaus Hainburg in Niederösterreich. Darüber hinaus gibt es am Standort weder Möglichkeiten zur Expansion noch ausreichende Parkmöglichkeiten. Diese Tatsachen hätten im Rahmen des Masterplans zu einer Standortverlegung des Krankenhauses mit Neubau geführt, heißt es in einer Aussendung der SPÖ-Bezirkspartei.

Doskozil für Primärversorgungseinheiten

Zur Verbesserung der Rettungssysteme soll es künftig auch einen zusätzlichen Rettungshubschrauber und ein zusätzliches Rettungsfahrzeug geben. Als Absicherung der wohnortnahen ärztlichen Versorgung will Doskozil auch Primärversorgungseinheiten positionieren, die nicht besetzbare haus- und fachärztliche Kassenstellen übernehmen, wenn diese von der BGKK ausgeschrieben werden.